Archiv des Autors: Gerd Rosanowske

Wann ist eine GAP-Deckung in der Photovoltaik-Versicherung sinnvoll?

Photovoltaikanlage

Wer eine Photovoltaikanlagen-Versicherung abschließen möchte, der stößt bei der Antragstellung vielfach auf den Begriff „GAP-Deckung“ oder „Differenzwert-Entschädigung“. Was ist eigentlich darunter zu verstehen und für wen ist diese Versicherungsleistung sinnvoll?

Wer sollte eine GAP-Deckung abschließen?

Die GAP-Deckung ist ein sinnvoller Deckungsbaustein, der bei einem Totalschaden die Differenz zwischen der Versicherungsleistung und der bestehenden Restschuldforderung der Bank schließt, sofern die PV-Anlage nicht wieder aufgebaut werden kann! Sie schützt den Betreiber vor finanziellen Schäden, wenn nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind:

– die betreffende PV-Anlage ist kreditfinanziert.
– es handelt sich um einen Totalschaden
– die Photovoltaikanlage kann auf dem ursprünglichen Standort nicht wiederaufgebaut werden.

Was bedeutet GAP-Deckung?

Gap kommt ursprünglich aus dem englischen und bedeutet „Lücke“. Dieser Baustein bietet einen ganz besonderen Schutz und füllt eine Versicherungslücke im Bereich der Photovoltaik-Allgefahrenversicherung.

An einem einfachen Beispiel lässt sich die GAP-Deckung gut erklären:

Nehmen wir an, eine kreditfinanzierte Photovoltaikanlage befindet sich auf einem angemieteten Dach. Das Gebäude und die darauf befindliche Photovoltaikanlage werden durch ein Feuer völlig zerstört. Es kommt zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. Im Falle des Wiederaufbaus würde eine vorhandene Versicherung die PV-Anlage zum Neuwert sowie den entstandenen Ertragsausfall ersetzen.

Entscheidet sich der Hauseigentümer (Dachverpächter) jedoch, das abgebrannte Gebäude nicht wieder zu errichten, kann auch die Photovoltaikanlage nicht wieder aufgebaut werden. Gemäß den „Allgemeine Bedingungen für die Elektronikversicherung“ muss der Versicherer nur den erheblich geringeren Zeitwert ersetzen, da weder eine Reparatur noch eine Wiederbeschaffung der PV-Anlage erfolgen kann. Eine Restschuld beim Darlehensgeber (finanzierenden Bank) kann in diesem Szenario höher sein, als die Entschädigung der Versicherungsgesellschaft. Der Anlagenbetreiber (Versicherungsnehmer) wird den Differenzbetrag aus eigenen Mitteln begleichen müssen.

Beispielrechnung:

Kaufpreis: 40.000 EUR

Finanzierung: 100%

Zeitwertentschädigung: 18.500 EUR

Restschuld bei der Bank: 27.500 EUR

Differenzwert: -9.000 EUR

Die bestehende Photovoltaikversicherung kommt für die Differenzwertentschädigung nur dann auf, wenn eine GAP-Deckung (Differenzwert-Entschädigung) vereinbart ist!

Ab welcher PV-Anlagengröße ist die GAP-Deckung sinnvoll?

Der Abschluss der Zusatzdeckung sollte nicht in Abhängigkeit der Anlagengröße, sondern in Abhängigkeit der kreditfinanzierten Investitionssumme der PV-Anlage. Je Höher der kreditfinanzierte Anteil ist, desto wichtiger ist der Abschluss einer GAP-Deckung.

Kann eine GAP-Deckung nachträglich vereinbart werden?

Ja. Der Zusatzbaustein GAP-Deckung kann nachträglich in eine bestehende Photovoltaikversicherung integriert werden.

Wie wird der Zeitwert der PV-Anlage ermittelt?

Der Zeitwert der Photovoltaikanlage (versicherte Sache) errechnet sich aus dem Neuwert durch einen Abzug insbesondere für Alter, Abnutzung und technischem Zustand.

Was kostet eine GAP-Deckung im Jahr?

Die GAP-Deckung kostet durchschnittlich (je nach Anbieter) ca. 10% des Nettobeitrages der Photovoltaikversicherung.

Kann eine GAP-Deckung auch allein beantragt werden?

Nein, die GAP-Deckung ist nur in Verbindung mit einer Photovoltaikanlagen-Versicherung zu beantragen.

Wo ist die Photovoltaikversicherung mit GAP-Deckung erhältlich?

Alle unsere Angebote zur Photovoltaikversicherung können mit GAP-Deckung beantragt werden. Unsere exklusiven Sonderkonzepte der Versicherungsunternehmen ZURICH, INTER, CONDOR und VHV finden sie auf www.rosa-photovoltaik.de. Wählen Sie das für Sie passende Produkt und berechnen Sie ganz einfach online Ihren bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

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Solarpark: Wechselrichter im Wert von 150.000 EUR gestohlen

Der Diebstahl von Photovoltaikperipherie scheint in Mecklenburg-Vorpommern wieder anzuziehen. Es gab gleich drei polizeiliche Meldungen die sich innerhalb kurzer Zeit an Solarparks ereigneten.

Am 25.05.2018 drangen bisher unbekannte Täter gewaltsam auf das Gelände eines Solarparks in der Nähe von Friedland.  Entwendet wurden über 50 Wechselrichter mit einem Gesamtwert von ca. 150.000 EUR. Die Polizei ermittelt derzeit. Hier gibt es weitere  Informationen.

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3D-Drucker Versicherungen – jetzt neu im Produktportfolio

Die industrielle Nachfrage an 3D-Druckern in Deutschland wächst von Tag zu Tag. Die Anschaffungskosten für einen professionellen 3D-Drucker sind jedoch noch sehr hoch. Vor diesem Hintergrund sollten speziell gewerblich bzw. industriell genutzte 3D-Drucker rundum optimal abgesichert werden. Daher haben wir als Spezialisten für technische Versicherungen (u. a. Photovoltaikversicherungen u. Elektronikversicherungen) unser Produktportfolio um 3D-Drucker Versicherungen erweitert.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Leistungen und Versicherungstarifen der 3D-Drucker-Versicherungen.

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Wie wichtig ist der Technologiefortschritt in der Photovoltaikversicherung?

Wenn wir über eine Photovoltaikversicherung sprechen, handelt es sich immer um eine Elektronikversicherung mit Allgefahrendeckung. Das heißt, dass alle auf die Photovoltaikanlage von außen einwirkenden Gefahren wie z.B. Feuer, Brand, Blitzschlag und vieles mehr versichert sind. Darüber hinaus ist der Versicherungsschutz mit Klauseln und Deckungserweiterungen auf die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen des Photovoltaikanlagenbetreibers individuell angepasst; das kann im Schadenfall von besonderer Bedeutung sein.

Eine der wichtigsten Deckungserweiterungen ist der Technologiefortschritt. Beim Abschluss einer Photovoltaikanlagenversicherung sollte immer darauf geachtet werden, dass diese Leistung im Versicherungsschutz mit berücksichtigt wird. Warum, möchten wir Ihnen nachfolgend kurz erläutern:

Was ist mit „Technologiefortschritt“ gemeint?

Die seinerzeit versicherten Module oder serienmäßig hergestellten Ersatzteile einer Photovoltaikanlage können nach einem Schadenfall nicht mehr wiederbeschafft werden. Der Grund: Die Module werden wegen technologischer Weiterentwicklung in der bisherigen Art und Weise nicht mehr hergestellt. Das heißt: Die Photovoltaikanlage lässt sich in ihrem bisherigen technischen Zustand so nicht wieder herstellen.

Wurde in der Photovoltaik-Versicherung das Leistungsmerkmal „Technologiefortschritt“ vereinbart, ersetzt der Versicherer im Schadenfall die Wiederbeschaffungskosten der Nachfolgegeneration des Geräts mit identischen oder vergleichbaren Leistungs- und Produkteigenschaften. Vorausgesetzt, diese werden auch tatsächlich wiederbeschafft und verbaut. Maßgebend für die Entschädigungsleistung ist der Betrag, der für ein Gerät der aktuellen Nachfolgegeneration zum Schadenzeitpunkt aufzuwenden ist.

Wie zahlt sich der „Technologiefortschritt“ für Sie aus?

Tatsächlich entstandene Mehrkosten durch Technologiefortschritt sind zum Beispiel Kosten, die bei der Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der versicherten und vom Schaden betroffenen Sache durch Technologiefortschritt entstehen, wenn die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der Sache in derselben Art und Güte nicht möglich ist. Die bedingungsgemäße Zeitwertentschädigung gemäß ABE 2011 Abschnitt 7, §7 Nr. 4b bleibt in diesem Zusammenhang zu Gunsten des Versicherungsnehmers unberücksichtigt.

Photovoltaikversicherung ohne Technologiefortschritt!

Wenn Sie Ihre Photovoltaikanlagenversicherung ohne die Deckungserweiterung Technologiefortschritt abgeschlossen haben und identische Peripherie nicht mehr erhältlich ist, ersetzt der Versicher den Schaden „nur“ bedingungsgemäß gemäß ABE 2011 Abschnitt A §7 Nr. 4b. Das heißt, der Versicherer ersetzt die beschädigten oder zerstörten Module und Wechselrichter nur zum Zeitwert am Schadentag.

Hierzu ein Schadenbeispiel:

Die Solarmodule einer Photovoltaik-Dachanlage werden bei einem orkanartigem Sturm stark beschädigt. Nach erfolgter Schadenbesichtigung durch den Solateur müssen 7 von insgesamt 25 Solarmodulen ausgetauscht werden. Die seinerzeit verbauten und versicherten Module werden vom damaligen Hersteller in der seinerzeit verbauten Art und Weise nicht mehr produziert. Auch auf Zweitmärkten sind keine Ersatzmodule in ähnlicher Güte für den notwendigen Austausch erhältlich. Wie wird der Schaden jetzt reguliert?

Versicherungsschutz mit Deckungserweiterung Technologiefortschritt:

Da die sieben defekten Solarmodule in ihrer damaligen Ausführung nicht mehr zu beschaffen sind, übernimmt der Versicherer die Mehrkosten für die Wiederbeschaffung der Module der Nachfolgegeneration; in gleicher Art und Güte der beschädigten Module aber nach technologischem Fortschritt. Der Versicherer verzichtet dabei auf den bedingungsgemäßen Abzug für Änderungen oder Verbesserungen. Lassen sich keine Ersatzmodule mehr beschaffen, weil zum Beispiel der Hersteller nicht mehr existiert, übernimmt der Versicherer im Einzellfall auch die Mehrkosten für den Nachbau der defekten Module.

Versicherungsschutz ohne Deckungserweiterung Technologiefortschritt:

Wurde in unserem Fallbeispiel kein Technologiefortschritt vereinbart, wird der Schaden seitens des Versicherers nach den Vorgaben der allgemeinen Bedingungen der Elektronikversicherung (ABE 2011) reguliert, d.h. der Versicherer wird die sieben defekten Module zum Zeitwert am Schadentag entschädigen. Der Zeitwert beschreibt im Gegensatz zum Neuwert den Wert der defekten Module zum Zeitpunkt des Schadens. Berechnet wird der Zeitwert aus der Gebrauchsdauer, dem Anschaffungswert und dem Erhaltungszustand der Sache; er ist in der Regel bedeutend geringer als der Neuwert des Moduls.

Hier wird deutlich, wie wertvoll die Deckungserweiterung Technologiefortschritt im Rahmen einer Photovoltaikversicherung sein kann!

Alle Photovoltaikversicherungen die wir über unsere Website anbieten haben das Leistungsmerkmal Technologiefortschritt in ihren Versicherungsleistungen bereits inkludiert!

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Photovoltaikversicherung für Altanlagen

Bereits vor Jahren haben wir in diesem Blog die Problematik zur Versicherung von alten Photovoltaikanlagen angekündigt. Nahezu alle Versicherer sind in den letzten 2 Jahren dazu übergegangen nur noch neuere PV-Anlagen bis max. 5 Jahre zu versichern. Das liegt im Allgemeinen an den erhöhten Schadenquote im Bereich der Photovoltaik. Tendenziell kann man sagen, dass eine immer älter werdende PV-Anlage auch ein stets steigendes Schadenpotentzial mitführt. Zudem gab es zu den Goldgräberzeiten, als die Nachfrage größer war als das Angebot, leider sehr viele schwarze Schafe auf dem Markt. Darunter litt die Qualität der Montage und der verbauten Peripherie.

Daher haben die Versicherer das maximale Anlagenalter bei Beantragung eingeführt. Es sind nur noch ganz wenige Versicherer bereit, eine PV Anlage mit einem Alter von über 5 Jahren zu versichern. Einer dieser Anbieter ist die INTER Versicherung mit einem speziellen Photovoltaikversicherung für alte Photovoltaikanlagen. Nähere Einzelheiten sind dem Tarifrechner auf rosa-photovoltaik.de zu entnehmen.

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Stiftung Warentest – Finanztest-Photovoltaikversicherung – unsere Meinung

Die Finanztest Ausgabe 3/2017 versucht Versicherungsoptionen für PV-Anlagen Betreiber zu testen und zu bewerten. Was für eine Schutzgebühr von 3 Euro angeboten wird, hilft vermutlich keinem, der eine vernünftige Absicherung für seine Photovoltaikanlage sucht.

Nach unserer Bewertung am ÖKO Test zum Thema Vergleich von Photovoltaik-Versicherungen im Jahr 2010 liegt es uns einmal mehr am Herzen, hier unsere Meinung, diesmal zur aktuellen Finanztest Ausgabe, zu veröffentlichen. Denn mit der Erfahrung aus über 10 Jahren als Spezialanbieter für Photovoltaikversicherungen können wir auf ein fundiertes Wissen zum erforderlichen Deckungsumfang und der Schadenabwicklung im Photovoltaik-Bereich zurückgreifen.

Finanztest stellt zwei Möglichkeiten der Absicherung bei 42 Versicherungsanbietern gegenüber. Zum einen als Einschluss in die Wohngebäudeversicherung und zum anderen als separaten Vertrag bei unterschiedlichen Versicherern. Beide Angebote sollten den Finanztest-Mindestschutz umfassen, um eine Empfehlung zu erhalten. Da der Mindestschutz sehr gering ausfällt, sind zahlreiche Versicherer aufgeführt, von denen bei anderen Kriterien sehr viele durch das Raster fallen dürften. Warum Versicherer die die Anforderungen nicht erfüllen, aber dennoch ohne weitere Erklärung aufgeführt sind, bleibt ein Rätsel. Spezielle Photovoltaikversicherung-Maklerkonzepte werden in der Betrachtung nicht berücksichtigt!

Nach unseren Erfahrungen sollte der von Finanztest empfohlene Mindestschutz grundsätzlich immer versichert sein, dennoch reicht dieser oft nicht aus, um die Investition auf Dauer abzusichern. Viele Deckungserweiterungen, die von Spezialmaklern über exklusive Deckungskonzepte angeboten werden, sind häufig entscheidend für die Schadenregulierung und somit auch für die langfristige Rentabilität der PV-Anlage.

Nach unserer Einschätzung, bieten separate Photovoltaikversicherungen in den meisten Fällen den optimalen Versicherungsschutz. Eine Abgrenzung des Schadens, wie im Beitrag als Nachteil vermerkt, ist nicht problematisch. Die Versicherung des Wohngebäudes zahlt den Schaden am Gebäude – die separate Allgefahrenversicherung den Schaden an der PV-Anlage. Inwieweit sich anschließend hinter den Kulissen zwischen den Versicherern geeinigt wird, bekommt der geschädigte Versicherungsnehmer nicht mit. Natürlich sollte die Wohngebäudeversicherung darüber informiert sein, dass eine Anlage auf dem versicherten Gebäude installiert ist. Im Übrigen bedeutet dies auch nicht, dass die Wohngebäudeversicherung zwingend teurer wird. Und der Hinweis, dass diese separaten Tarife teilweise teurer sind, kann man auch nur dann einordnen, wenn die versicherten Leistungen im Detail mit einbezogen werden.

Zu den genannten Schadenzahlen fällt uns auf, dass Feuerschäden zwar selten sind, aber von der Schadenhöhe tatsächlich sehr teuer sind. Viele der bezifferten Feuerschäden sind jedoch gewerblichen bzw. landwirtschaftlichen Risiken zuzuordnen und betreffen nicht grundsätzlich PV-Anlagen auf Wohngebäuden. Reparaturzeiten oder Wiederaufbauzeiten von bis zu 12 Monaten sind nach Bränden im Übrigen keine Seltenheit. Der empfohlene Mindestschutz für den Ertragsausfall sollte, entgegen der Empfehlung von Finanztest, nach unserer Erfahrung 12 Monate betragen.

Tierverbiss wie z. B. Marderschäden können in der Tat ein teures Vergnügen werden. Der Schaden muss erst mal gefunden werden. Wurde er lokalisiert ist in der Regel eine großflächige Demontage der PV-Module erforderlich. Kabel müssen repariert oder erneuert werden. Anschließend erfolgt die Remontage der PV-Module und ein Anlagencheck. Das kann schnell mal 3.000 EUR (je nach Anlagengröße auch viel mehr) kosten wie im redaktionellen Beitrag von Finanztest aufgeführt. Zum eigentlichen Test wird der Mindestschutz jedoch nur bei 1.000 EUR festgelegt. Stellt sich die Frage: Warum?

Zusammengefasst empfiehlt Finanztest 11 Wohngebäudeversicherer mit Finanztest-Mindestschutz, die zwischen 39 Euro und 132 Euro Mehrbeitrag liegen. Gerade einmal zwei Anbieter sichern die Anlage über einem separaten Vertrag zu einem Beitrag zwischen 83 Euro und 178 Euro mit den Mindestanforderungen von Finanztest ab. Alle anderen gelisteten Versicherer bieten eingeschränkte Leistungen. Welche das im Detail sind, bleibt offen. Der direkte Leistungsvergleich von der eigenständigen Photovoltaikversicherung und der Wohngebäudeversicherung unterbleibt gänzlich.

Unser Meinung zu dem Test:

Es ist der schlechteste Versicherungstest den wir in den letzten Jahren von einem sonst doch sehr seriösen Anbieter gesehen haben. Er ist unzureichend recherchiert, lässt sehr viele Fragen offen und führt Leser gezielt in eine Richtung oder gar in die Irre, als das er hilft Photovoltaikanlagen auf Wohneigentum vernünftig und langfristig abzusichern. Der Beitrag und die angewandten Kriterien hinterlassen eher den Eindruck, dass die Wohngebäudeversicherer favorisiert werden soll. Würde man den direkten Vergleich zwischen der Photovoltaikversicherung und der Wohngebäudeversicherung unter Einbeziehung von realistischen und schadenrelevanten Kriterien durchführen, würde die Wohngebäudeversicherung in den meisten Fällen sehr schwach dastehen.

Wer seine PV-Anlage gut versichern will, braucht eine Versicherung mit dem Finanztest-Mindestschutz. So steht es unter „Unser Rat“ im Beitrag geschrieben! An dieser Stelle kann man nur sagen, dass Vorsicht geboten ist. Der Finanztest-Mindestschutz ist in der Tat ein absoluter Mindestschutz. Wer sich ohne eigene Recherche oder unter Einbezug eines spezialisierten Anbieters auf den Test verlässt, kann im Schadenfall ganz schnell merken, dass es viele weitere Kriterien gibt, die zu einem guten Versicherungsschutz einer Photovoltaikanlage gehören.

Beispielhaft möchten wir nur einige Punkte aufführen, die einen guten Photovoltaik-Versicherungsvertrag, optimaler Weise in Form einer Allgefahrenversicherung auf jeden Fall enthalten sollte:

  • Mehrkosten durch Technologiefortschritt
  • Überspannungsschäden (direkter und indirekter Blitzschlag, Induktionsschäden)
  • Innere Betriebsschäden an Wechselrichtern einschl. Ertragsausfall (Hohes Schadenpotential!)
  • Ertragsausfallversicherung mit 12 Monaten Leistungsdauer (Haftzeit)
  • De- und Remontagekosten bei Sachschäden am Gebäude inkl. Ertragsausfall
  • Keine Anrechnung des Restwertes von Altmaterial im Schadenfall
  • Rückwirkungsschäden
  • u.v.m.

Dies sind nur einige wenige Deckungserweiterungen, die über viele Maklerkonzepte möglich und bezahlbar sind. Der Versicherungsschutz für die im Finanztest abgebildete Musteranlage, ist bei uns und anderen spezialisierten Versicherungsmaklern bereits für 75 Euro pro Jahr inkl. aller Deckungserweiterungen online abzuschließen.

Diese Deckungen sind aber nicht über Zusatzbausteine in der Wohngebäudeversicherung umfänglich zu bekommen. Daher lautet unser Rat: Als erste Wahl den Wohngebäudeversicherer zu kontaktieren ist u. E. der völlig falsche Weg. Ein Vergleich von Spezialanbietern in diesem Bereich mit der entsprechenden Erfahrung und Beratungskompetenz macht eine sinnvolle Absicherung der Photovoltaikanlage wesentlich wahrscheinlicher.

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Richtiges Verhalten bei überfluteten Photovoltaikanlagen

Aus gegebenem Anlass, hat das Fachmagazin „Photovoltaik“ einen interessanten Artikel veröffentlicht, der das richtige Verhalten bei überfluteten Photovoltaikanlagen beschreibt. Hier geht es zum Artikel.

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