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Photovoltaik-Versicherungen: Hohe Schadenquoten in 2011

Versicherungsgesellschaften beklagen derzeit steigende Schadenquoten im Bereich Photovoltaikversicherungen. Laut GDV liegt die Schadenquote bei Solarstromanlagen für das Jahr 2011 bei rund 59% und hat sich somit im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Demnach ist die Absicherung von Solarstromanlagen über PV-Versicherungen für die Versicherungsunternehmen nicht mehr mit dem erhofften Ertrag verbunden. Um die Auswirkungen von zu hohen Schadenquoten nachvollziehen zu können, möchten wir vorab in einfachen Worten erklären, wie die Schadenquote des GDV ermittelt wird.

Alle GDV Mitgliedsunternehmen melden jährlich die Stückzahlen, Beitragseinnahmen, Schadenanzahl und Gesamtschadenhöhe zu den jeweiligen Sparten. Anhand dieser Zahlen wird unter anderem die Schadenquote für das betreffende Jahr ermittelt. Errechnet wird sie aus den Nettobeitragseinnahmen im Verhältnis zu den geleisteten Schäden eines Jahres. Für das Jahr 2011 bedeutet dies, dass nahezu 60% der Beitragseinnahmen für die Regulierung von Schäden verwendet wurden. Branchenkenner wissen, dass eine dermaßen hohe Schadenquote grenzwertig ist und die Versicherungsunternehmen reagieren müssen, da die gesamten Verwaltungs- u. Vermittlungskosten noch hinzugerechnet werden müssen.

Welche Schäden verursachen das hohe Schadenvolumen?

An erster Stelle stehen die Brandschäden. Diese kommen zwar sehr selten vor, aber wenn, dann mit einem sehr hohen Schadensumme. Speziell Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben haben in der Vergangenheit so manche Kalkulation der Versicherer zunichte gemacht. Gleiches gilt für die zweitplatzierten Sturm u. Hagelschäden. Gerade im Jahr 2011 gab es regionale Hagelniederschläge und Stürme, welche zu immensen Schäden führten. An dritter Stelle stehen die Schneelastschäden. Längere Winter mit übermäßigem Schneefall verursachten zahlreiche Schäden an der Verkabelung, Tragkonstruktionen und PV-Modulen. Einen weiteren großen Teil der Schäden machen die am 4. Rang platzierten Überspannungsschäden aus. Zwar ist das Volumen der einzelnen Schäden nicht so hoch wie bei den vorabgenannten Schadenursachen, jedoch ist hier eine viel höhere Schadenanzahl zu verzeichnen. Erwähnenswert ist zudem, dass schätzungsweise 30% aller Schäden auf fehlerhafte Montagen und die Auswahl ungeeigneter Peripherie zustande kamen.

Welche Auswirkung haben die Schadenquoten und Schadenursachen für den PV-Anlagenbetreiber?

Vorab muss erwähnt werden, dass die Zahlen des GDV die gesamten Photovoltaikversicherungen der GDV-Mitgliedsunternehmen widerspiegeln. Das einzelne Versicherungsunternehmen kann wesentlich besser, aber auch wesentlich schlechter dastehen.

Die Vorgehensweise eines Versicherungsunternehmens mit einer sehr schlechten Schadenquote kann sehr vielfältig sein. Unterschieden wir vorab zwischen den bereits bestehenden Verträgen und den Neuverträgen.

Bestandsverträge:

Die Versicherer haben enorm gute Analyse-Instrumente und können den gesamten Bestand, den des einzelnen Versicherungsmaklers oder Vermittlers bis hin zum alleinstehenden Vertrag durchforsten und bewerten. Stellt der Versicherer fest, dass z. B. eine bestimmte Bauart, die Gebäudenutzung oder der landwirtschaftliche Betrieb zu einem erhöhten Schadenaufkommen führt, ist damit zu rechnen, dass alle betreffenden Verträge unter Beobachtung stehen. Einige Versicherungsgesellschaften besichtigen sogar in der laufenden Versicherungsperiode einzelne PV-Anlagen, welche statistisch ein erhöhtes Risiko mitführen.

In der Regel werden bestehende Photovoltaikversicherung-Verträge, solange eine Schadenfreiheit vorliegt, vom Versicherer nicht angerührt. Sollte es jedoch zu einem Schadenfall kommen und der Vertrag steht aufgrund eines erhöhten Risikos bereits unter Beobachtung, so kann in den meisten Fällen davon ausgegangen werden, dass der Versicherer eine Kündigung ausspricht.

Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern stellen derzeit ein „normales Risiko“ dar, sofern die Prämienkalkulation des Versicherers stimmt. Seit geraumer Zeit gibt es einige Gesellschaften, welche mit niedrigsten Mindestbeiträgen (60 EUR und weniger) versuchen, Marktanteile zu erhalten. Für den Kunden sieht dies im ersten Moment sehr attraktiv aus. Doch das böse Erwachen kommt oftmals im ersten Schadensfall – meist bei Schäden über ca. 1.000 EUR. Der Versicherer wird den versicherten Schaden zwar regulieren, jedoch auch eine Kündigung aussprechen, da aus dem Vertrag kein Ertrag mehr zu erwarten ist. Berücksichtigt man, dass es an Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern zu zahlreichen Schäden im Bereich von ca. 200 bis 10.000 EUR kommt, so könnten sehr viele Anlagenbetreiber zukünftig betroffen sein.

Obige Szenarien treffen natürlich nicht jeden Betreiber einer Solaranlage. Das Risiko, dass es eine Vielzahl der  PV-Anlagenbetreiber trifft, wächst jedoch mit einer weiterhin negativen Schadenquote.

Handelt es sich um größere bzw. um Großanlagen, so können nach einem Schadensfall weitere Instrumente des Versicherers Anwendung finden. Der Versicherer macht dem Versicherer ein Angebot zur Vertragsumstellung. Dieses kann z. B. ein höherer Selbstbehalt, ein höherer Jahres-Beitrag oder gar die Einschränkung von Leistungen sein. In der Regel werden solche Vereinbarungen über den betreuenden Versicherungsmakler, der die Interessen des Kunden vertritt, verhandelt. Erst wenn der Versicherungsnehmer das Angebot nicht annimmt, spricht der Versicherer die Kündigung aus.

Neuverträge:

Die Versicherungsunternehmen reagieren recht schnell auf negative Veränderungen der Schadenquoten. Nach der Bestandsanalyse und Bestimmung der unerwünschten, erhöhten  Risiken wurden/werden bei einigen Versicherern die Annahmerichtlinien für Neuverträge geändert, sowie Leistungen gekürzt. Unter Anderem wurden folgende Einschränkungen (Kurzform) verzeichnet:

  • Nicht versicherbar sind Anlagen älter 5 Jahre (ab Inbetriebnahme)
  • Nicht versicherbar sind Anlagen älter 3 Jahre (ab Inbetriebnahme)
  • Versicherungsschutz wir nur für Neuanlagen gewährt
  • Nicht versicherbar sind Anlagen mit Vorschäden
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Stroh- oder Heulagerung
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Lagerung feuergefährlicher Stoffe
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf Gewerbebetrieben  mit Lagerung oder Verarbeitung feuergefährlicher Stoffe
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen ohne Überspannungsschutzvorrichtungen
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen die nicht regelmäßig gewartet werden
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen ohne äußere Blitzschutzanlage
  • Nicht versicherbar sind Anlagen, die nicht nach DIN-Normen  u. VDE-Vorschriften errichtet wurden
  • Nicht versicherbar sind selbstmontierte Photovoltaikanlagen
  • Nachweis einer Statikberechnung bzw. eines Statikgutachtens
  • Anlage muss von Unternehmen mit RAL-Gütesiegel oder Anlagenpass verbaut sein
  • Module und Wechselrichter müssen Diebstahlhemmend verbaut sein
  • Die Entschädigung für Wechselrichtern wird auf den Zeitwert begrenzt
  • Senkung der pauschalen Ertragsausfallentschädigung

Vorab genannte Punkte spiegeln das Vorgehen diverser unterschiedlicher Anbieter auf Photovoltaikversicherung wider. Es gibt selbstverständlich auch Anbieter, welche aufgrund positiver Entwicklungen keine Änderungen der Annahmerichtlinien vorsehen.

Ein weiterer Nebeneffekt von hohen Schadenquoten sind steigende Versicherungsbeiträge für Neuverträge. Auch die Aufgabe des Zweiges der Photovoltaikversicherung ist denkbar – ein ausländischer Versicherer hatte es ja bereits vorgemacht. Wie die einzelnen Versicherer zukünftig reagieren bleibt abzuwarten.

Wie in diesem Beitrag geschildert, hat sich bereits einiges geändert und es wird sich auch in Zukunft noch einiges ändern.

Was kann ein Anlagenbetreiber vorsorglich machen?

Für den Neuanlagen-Betreiber ist es natürlich sehr schwer, den Versicherer, die Bedingungen und die damit zusammenhängenden Leistungen und auch Schadenquoten zu beurteilen. Daher ist anzuraten, einen auf  Photovoltaikversicherungen spezialisierten Versicherungsmakler auszuwählen. Sofern dieser schon langjährige Erfahrungen hat und nicht nur preisorientiert (billig, billig), sondern im Sinne des Kunden die Leistungen in den Vordergrund stellt, sollte er die erste Wahl sein. Er kann qualifizierte Aussagen zu den Leistungen, den Service,  das Verhalten der Versicherer im Schadenfall, sowie zu den Schadenquoten treffen. Der erste Schritt wäre damit schon mal getan.

Besteht bereits eine Versicherung für eine Photovoltaikanlage, so ist etwas mehr zu tun. Gerade jene Anlagenbetreiber, die sich damals für einen billigen und meist leistungsschwachen Tarif entschieden, sollten aktiv werden und erneut recherchieren bzw. vergleichen. Wer den Wechsel der Photovoltaikversicherung verdrängt und abwartet bis das der erste Schaden eintritt bzw. die Anlage so alt ist, dass sie keiner mehr versichern möchte, läuft Gefahr, keinen geeigneten u. günstigen Folgeversicherer zu finden.

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Wenn Betreiber von Solaranlagen am falschen Ende sparen

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Wenn Betreiber von Solaranlagen am falschen Ende sparen

In den meisten Fällen werden Solarstromanlagen von Eigenheimbesitzern über Banken finanziert. Umso ratsamer ist es, die getätigte Investition entsprechend abzusichern bzw. zu versichern. Die meisten Banken verlangen den Abschluss einer Versicherung, so dass Kreditnehmer im Schadenfall auch den  Kapitaldienst (Darlehen und Zinsen) weiter bedienen können. Dabei kann es sich um eine spezielle Photovoltaikversicherung handeln oder um die Absicherung der PV-Anlage über die bestehende Wohngebäudeversicherung. Für eine Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus fallen jährlich gerade einmal zwischen 70 und 100 Euro Beitrag  für eine Photovoltaik-Versicherung an. Das sollte die ordentliche Sicherung der Investition schon wert sein. Dennoch sparen viele Anlagenbetreiber am falschen Ende, wie auch eine Sendung von rbb anhand eines sehr oft auftretenden Falles erläutert.

Der Fernsehsender rbb berichtete am gestrigen Abend in seiner Sendung “was! Wirtschaft Arbeit Sparen” über das Thema „Policen für Solarmodule“. Wobei hier nicht die Versicherung ausschließlich für Solarmodule, sondern die Photovoltaikversicherung für die gesamte Peripherie gemeint ist. In dem Beitrag geht es u.a. um einen Betreiber einer Solaranlage, dessen Anlage auf Grund eines Brandes zerstört wurde. Die Anlage wurde über einen Kredit finanziert, die Absicherung erfolgte über die Gebäudeversicherung. Fatal, denn die Versicherung stellt sich quer und möchte derzeit lediglich den Zeitwert der Anlage erstatten. Problem ist nur, dass der Kapitaldienst in Höhe der damaligen Anschaffungskosten in Höhe von 21.000 Euro weiterhin läuft und der Zeitwert gerade mal die Hälfte der Investition ausmacht. Der Kapitaldienst hingegen muss weiter bedient werden, auch wenn im Moment keine Erträge wegen der Deinstallation der Anlage zu erwirtschaften sind. So stellte sich die falsche Absicherung der Photovoltaikanlage als ein finanzielles Risiko dar. Eine Wohngebäudeversicherung kann nun mal nicht mit den Leistungen einer speziellen Photovoltaikversicherung mithalten.

Versicherungsmakler für Photovoltaikversicherungen Gerd Rosanowske (Quelle: rbb)Bild: GF Gerd Rosanowske (Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG, www.rosa-photovoltaik.de) im Fernsehbeitrag von rbb (Quelle: rbb)

Photovoltaikversicherungen werden zwangsläufig teurer

Da die Schadenquoten bei den Versicherungsgesellschaften drücken, prüfen zahlreiche Versicherer derzeit die bestehenden Verträge und PV-Anlagen auf ihre Risiken. Risikobehaftete Solaranlagen werden immer häufiger aussortiert oder der Versicherungsschutz wird modifiziert. Umkehrschluss: Entweder steigen die jährlichen Beiträge oder die Leistungen sinken, um das Risiko der Versicherer zu minimieren. In letzter Instanz wird der Vertrag einfach gekündigt. Die Schadenabwicklung erfolgt zunehmend mit immer spitzer werdenden Bleistiften, denn die erhöhten Schadenquoten machen den Versicherern immer mehr zu schaffen.

Geschäftsführer Gerd Rosanowske, der im rbb-Beitrag ebenfalls zu Wort kommt, sagt: „Derzeit sind ältere Anlage noch zu versichern, dort kann durchaus der Photovoltaikversicherer noch gewechselt werden. Mittelfristig sind aber Beitragserhöhungen von bis zu 30 Prozent zu erwarten und Kunden müssen im Schadenfall damit rechnen, gekündigt zu werden.“

Die damals preisorientierte Entscheidung, ohne Leistungen mit einzubeziehen, könnte den Anlagenbetreiber bald wieder einholen. Ob überhaupt, wann und wer mit Kündigungen, Leistungsreduktionen oder neuen Sicherheitsanforderungen loslegt, kann niemand vorhersagen – vermutlich werden es die Billig-Billig-Anbieter oder die enorm ertragsorientierten ausländischen Versicherer sein. Egal wer den Anfang macht, im Falle des Falles dürfte es für den Anlagenbetreiber sehr schwierig sein, einen adäquaten Folgeversicherer zu finden.

Der Markt der Photovoltaikversicherungen wird für viele Versicherer zunehmend unrentabler. Der Grund ist einfach: Der Photovoltaikmarkt erreichte die letzten Jahre ungeahnte Dimensionen. Immer mehr Versicherer haben sich der Thematik angenommen und wollten den bisherigen Platzhirschen das Revier streitig machen. Um möglichst viele Kunden und Anlagen zu versichern, wurde der Markt mit günstigen Policen überflutet. Der Wettbewerbsdruck tat sein Übriges – nur langfristige, einschlägige Erfahrungen mit Schäden gab es noch keine. Laut der Versicherungsbranche sind, neben Feuer-, Sturm-, Hagel-, Schneelast- und Überspannungsschäden, eine hohe Anzahl der Schäden auf eine unsachgemäße Montage und Materialfehler zurückzuführen.

Lesenswert: Einer unserer Kunden hat uns seinen persönlichen Erfahrungsbericht zukommen lassen, den wir auf Wunsch veröffentlicht haben. „Warum der Beitrag einer Photovoltaikversicherung nicht entscheidend ist

Um nicht den gesamten Fernsehbeitrag von rbb vorweg zu nehmen, gibt es hier den Link dazu „was! Wirtschaft Arbeit Sparen – Policen für Solarmodule„.

Wer sich für einen Wechsel seiner Photovoltaikversicherung interessiert, findet weitere Informationen auf unserer Seite „Photovoltaikversicherung wechseln leicht gemacht!„.

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Versicherung für Solarpark Weeze mit 14 MWp im drittgrößten Airport NRWs

Die Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG konnte erst kürzlich wieder einen Solarpark im Megawattbereich versichern. Der 14,062 MWp Solarpark der BaySolar AG wurde im Flughafen Weeze auf über 300.000 qm errichtet. Der Solarpark in Weeze gehört zu den größten Solarkraftwerken in Nordrhein-Westfalen inmitten eines Flughafens. Die Investitionssumme des Solarparks beträgt über 22,5 Mio. Euro. Mehr als 8.500 Tonnen an Kohlendioxid kann durch den Solarpark jährlich vermieden werden.

Der Solarpark Weeze im Bau (Foto: BaySolar AG)

Der Solarpark Weeze im Bau (Foto: BaySolar AG)

Die Absicherung dieser Investition wurde über ein Konsortium, bestehend aus mehreren deutschen Versicherern, ermöglicht. Das Maklerunternehmen übernahm dabei das Management zwischen den Versicherungsgesellschaften und dem Generalunternehmer (BaySolar AG).

Dipl.-Ing Xuejun Wang, Vorstandsvorsitzender der BaySolar AG, zur Entscheidung für Versicherungsmakler Rosanowske: „Um unser 22,5 Millionen Euro teures Solarprojekt abzusichern, kam für uns nur die Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG in Frage. Die Versicherung des Solarparks stand zudem unter der Voraussetzung, dass der Versicherungsmakler Erfahrung in der Absicherung von großen Solarkraftwerken vorweisen kann. Die kompetente Beratung sowie das gesamte Handling des Versicherungsmaklers haben uns überzeugt. So konnten wir uns voll und ganz auf unser Projekt konzentrieren.“

Wir konnten erneut beweisen, dass unser Schwerpunkt in der unabhängigen und leistungsorientierten Produktauswahl liegt. Gemäß unseres Leitsatzes: Hervorragende Leistungen zu günstigen Konditionen!

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Feuerwehrleute weiterhin bei Bränden mit Solarstromanlage verunsichert

Noch immer sind viele Feuerwehrleute bei einem Brand verunsichert, bei dem eine Solarstromanlage involviert ist. So berichtet die Augsburger Allgemeine (Bericht vom 13.02.2012) von neuen Risiken und alten Gefahren. Das Magazin berichtet von einem Großbrand in einer Maschinenhalle in Erlingen. Die Freiwillige Feuerwehr Meitingen als einer der ersten Feuerwehren am Einsatzort, reagierte richtig und hielt Sicherheitsabstände ein, um die Mannschaft nicht unnötig zu gefährden. Zudem berichtet die Augsburger Allgemeine von herabfallenden Teilen der Photovoltaikanlage. Für Feuerwehren besteht daher u.a. die Gefahr eines Stromschlages sowie von herabfallenden Teilen getroffen zu werden.

In den letzten Jahren sind immer mehr PV-Anlagen installiert worden. Deshalb, so das Magazin, bestehen immer wieder neue Risiken für Feuerwehrmänner bei der Brandbekämpfung von Solaranlagen. Demnach wird auch der Informationsbedarf der Feuerwehren immer größer. Wie verhält man sich bei einem Brand mit einer Photovoltaikanlage und wie werden Risiken minimiert?
Das Unternehmen Hörmann Solartechnik hat diesbezüglich Feuerwehrleute zu einem Infoabend eingeladen, bei dem die Feuerwehren in Scharen eintrafen. Über 200 Anmeldungen seien eingegangen, so das Unternehmen. Der Abend, bei dem Referenten aus Feuerwehren Vorträge hielten, musste folglich zweimal wiederholt werden.

Das Gebäude trotz Photovoltaikanlage gelöscht werden können ist keine Frage, denn es gelten dieselben Sicherheitsregeln wie bei anderen Brandeinsätzen auch:

  • Sicherheitsabstand einhalten (gerade zu elektrischen Teilen)
  • Sicherheitsabstand zum Dach einhalten (wegen herabfallenden Teilen)
  • Solaranlage nicht anfassen, solange diese unter Spannung steht
  • Keine Solarzellen anfassen, wegen scharfe Kanten
  • Solaranlage spannungsfrei schalten, sofern entsprechende Einrichtung vorhanden

Und für Solaranlagenbetreiber gilt: Wichtig ist zudem die richtige Absicherung der Solaranlage durch eine Photovoltaikversicherung. Diese sollte aber vor einem möglichen Schaden abgeschlossen werden.

Lesen Sie auch die uns exklusiv zur Verfügung gestellten Ergebnisse der Feuerwehrstudie.

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Die richtige Photovoltaikversicherung für die eigene Solaranlage finden – Teil 1

Wer online nach einer Photovoltaikversicherung sucht wird feststellen, dass zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichsten Produkten und Tarifvarianten aufwarten. Doch wo ist der Betreiber einer Photovoltaikanlage am besten aufgehoben? Was sollte er vor Antragstellung einer Photovoltaikversicherung beachten? Die folgenden Punkte wurden von Gerd Rosanowske ( www.rosa-photovoltaik.de ) zusammengetragen und sollen den Besitzer einer Photovoltaikanlage bei der Auswahl einer Photovoltaikversicherung unterstützen.

Die Wahl der Versicherungsgesellschaft

Der Photovoltaikmarkt ist immer noch als recht jung anzusehen, dennoch buhlen bereits zahlreiche deutsche und z. T. ausländische Versicherungsgesellschaften nach der Gunst des Kunden.  Im Allgemeinen kann man sagen, dass jeder in Deutschland zugelassene Versicherer, die versicherten Risiken zu stemmen vermag. Was vielmehr zu bedenken gibt ist die Tatsache, dass ein Preiskampf begonnen hat – einer will den anderen ausstechen, bis hin zur Grenze des erträglichen.  Man sollte meinen, aus Sicht des Kunden ist dieser Konkurrenzkampf von Vorteil – ist er auch, aber nur kurz- bis mittelfristig und nur bei einer anfänglich richtigen Tarifwahl. Der Kunde spart letztendlich an der Höhe des jährlichen Beitrags, oftmals zu schlechten Leistungen.

Die Vergangenheit hat gezeigt: Versicherer haben sich von der Photovoltaikversicherung verabschiedet, die Beiträge zum Teil drastisch erhöht, eine Risikoselektion eingeführt, ein maximales Anlagenalter vorgeschrieben und Verträge bereits nach dem ersten Schaden gekündigt. Der von diesen Maßnahmen betroffene Kunde hat es oftmals nicht leicht, einen neuen, gleichwertigen oder besseren Versicherungsschutz zu erhalten.

Deckung über Versicherungsmakler oder direkt über das Versicherungsunternehmen

Das einzelne Versicherungsunternehmen bietet lediglich das eigene, standardisierte Produkt an.  Der Versicherungsmakler hat in der Regel die Möglichkeit, den gesamten Markt und dessen Produkte zu überschauen und dem Kunden das Passende anzubieten – ohne an einen Produktgeber gebunden zu sein. Noch besser ist es, wenn der Versicherungsmakler auf Versicherungen für die Solarbranche spezialisiert ist und eine entsprechende, jahrelange Erfahrung mit sich bringt. Denn der Versicherungsmakler sollte dem Kunden eine Photovoltaikversicherung, mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis anbieten. Dies zahlt sich spätestens beim ersten Schadenfall aus.

Hausprodukte von Versicherungsmaklern

Von einem Hausprodukt, welches von einem Versicherungsmakler angeboten wird, redet man dann, wenn der Risikoträger (Versicherer) nach außen nicht in Erscheinung tritt. Der Versicherungsmakler kann dem Deckungskonzept eigenständig einen Namen geben, mit dem er das Produkt bewirbt. Welcher Versicherer hinter dem Konzept steht, muss über den Antrag spätestens in den Versicherungsbedingungen aufgeführt sein. Die Verwendung eines Hausproduktes ist kein Garant für starke Versicherungsleistungen!

Vergleichsrechner Photovoltaikversicherung

Im Internet findet man immer häufiger Vergleichsrechner vor. Wer sich online schon einmal über eine Photovoltaikversicherung erkundigen wollte, wird unweigerlich auf derartige Vergleichsrechner-Angebote stoßen. Auffällig dabei ist, dass alle Vergleichsrechner nahezu gleich aufgebaut sind und in vielen Fällen auch dieselben Tarife beinhalten. Das größte Manko der Vergleichsrechner ist jedoch, dass die  Tarife so angeboten werden, dass der Interessenten zu einer preisorientierten Entscheidung bewegt wird. Ausführliche Leistungsvergleiche sucht man innerhalb der Vergleichsrechner vergebens. Betreiber von Solarstromanlagen sollten vor dem Abschluss zuerst die Leistungen vergleichen und dann erst die Beitragshöhe. Nicht anders herum.

Die Versicherungsbedingungen

Zur Photovoltaikversicherung bilden gängigerweise die ABE 2008 (Allgemeine Bedingungen für die Elektronikversicherung) die Grundlage des Versicherungsschutzes. Eine Spezifizierung  für die Versicherung von Photovoltaikanlagen erfolgt über Klauseln, „Besondere Vereinbarungen“ „Besondere Bedingungen“ und/oder „Besondere Risikobeschreibungen“.  Unbedingt zu beachten ist, dass diese Bedingungen den Versicherungsschutz ausweiten, aber auch schmälern können.

Tücken innerhalb der Bedingungen

Zu beachten sind u. A. die Obliegenheiten. Die Versicherer unterscheiden zwischen Obliegenheiten vor Eintritt des Schadenfalls  und Obliegenheiten bei Eintritt des Schadenfalls. Speziell die Obliegenheiten vor dem Schadensfall können Anforderungen zur versichernden Sache (Photovoltaikanlage) und deren Montage beinhalten.  Zur Veranschaulichung ein Ausschnitt der Obliegenheiten eines großen deutschen Versicherungsunternehmens:

1. Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalles
a) Der Betreiber hat vor Eintritt des Versicherungsfalles
aa) die Anlage von einem Fachbetrieb nach den anerkannten
Regeln der Technik installieren und abnehmen zu lassen
(keine Selbstmontage); der Nachweis der Belastbarkeit des
Tragsystems und der Module infolge äußerer Einflüsse
müssen DIN 1055 bzw. Eurocode 1 in der jeweils aktuellsten,
verbindlichen Fassung entsprechen; die verwendeten
Solarmodule müssen mechanischen Beanspruchungen gemäß
IEC 61215-Zertifikat bzw. IEC 61646-Zertifikat standhalten;
bb) die Anlage durch Blitzschutzeinrichtungen zu sichern, sofern
hierzu Vorgaben seitens des Herstellers bestehen;
cc) den Solar-Wechselrichter gemäß Vorgaben des Wechselrichterherstellers
zu installieren;
dd) die Zählerstände (Ertragsdaten) mindestens vierteljährlich
zu protokollieren und dem Versicherer auf Verlangen vorzulegen;
ee) alle gesetzlichen, behördlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften
zu beachten; er darf diese Sicherheitsvorschriften
weder selbst verletzen, noch ihre Verletzung gestatten
oder dulden;
ff) sicherzustellen, dass versicherte Sachen die gemäß § 4 Nr.
2 zur Überholung, Reparatur oder Revision in eine außerhalb
des Betriebsgrundstücks (Versicherungsort) gelegene
Werkstatt gebracht werden, handelsüblich und transportgerecht
verpackt, verladen und verzurrt werden;
gg) alle sonstigen vertraglich vereinbarten Obliegenheiten einzuhalten.
b) Verletzt der Betreiber eine der genannten Obliegenheiten, so ist
der Versicherer nach Maßgabe des § 28 VVG zur Kündigung berechtigt.
Eine Kündigung des Versicherers wird mit Zugang wirksam.

Schließen Sie niemals einen Vertrag auf Photovoltaikversicherung ab, sofern Sie vorab nicht alle Bedingungen vollständig erhalten haben!

Der Antrag auf Photovoltaikversicherung

Jeder Anbieter liefert seinen eigenen Antrag mit den jeweils relevanten Antragsfragen. Neben den o. g. Obliegenheiten, kommt der nächste Stolperstein: die Antragstellung! Anträge müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, da der Versicherer sich ansonsten auf die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht berufen kann. Folgend ein Auszug aus dem VVG:

VVG  § 16 Vorvertragliche Anzeigepflicht
(1) Der Versicherungsnehmer hat bei der Schließung des Vertrags alle ihm bekannten Umstände, die für die Übernahme der Gefahr erheblich sind, dem Versicherer anzuzeigen. Erheblich sind die Gefahrumstände, die geeignet sind, auf den Entschluss des Versicherers, den Vertrag überhaupt oder zu dem vereinbarten Inhalt abzuschließen, einen Einfluss auszuüben. Ein Umstand, nach welchem der Versicherer ausdrücklich und schriftlich gefragt hat, gilt im Zweifel als erheblich.

(2) Ist dieser Vorschrift zuwider die Anzeige eines erheblichen Umstandes unterblieben, so kann der Versicherer von dem Vertrag zurücktreten. Das gleiche gilt, wenn die Anzeige eines erheblichen Umstandes deshalb unterblieben ist, weil sich der Versicherungsnehmer der Kenntnis des Umstandes arglistig entzogen hat.

(3) Der Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn der Versicherer den nicht angezeigten Umstand kannte oder wenn die Anzeige ohne Verschulden des Versicherungsnehmers unterblieben ist.

VVG  § 17 Unrichtige Anzeige
(1) Der Versicherer kann von dem Vertrag auch dann zurücktreten, wenn über einen erheblichen Umstand eine unrichtige Anzeige gemacht worden ist.

(2) Der Rücktritt ist ausgeschlossen, wenn die Unrichtigkeit dem Versicherer bekannt war oder die Anzeige ohne Verschulden des Versicherungsnehmers unrichtig gemacht worden ist.

Anträge sollten einfach und verständlich aufgebaut sein. Der Antragsteller sollte die Fragestellung immer verstehen und entsprechend beantworten können. Antragstellungen, mit Risikofragen z. B. zu DIN-Normen, VDE- o. VDO Vorschriften, Überspannungsschutz oder Blitzschutzvorrichtungen, sollten gemieden werden, sofern das erforderliche Fachwissen nicht vorliegt.

Teil 2 dieses Beitrages wird in Kürze veröffentlicht.

Gerd Rosanowske (www.rosa-photovoltaik.de)

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Photovoltaikversicherung Sonderkonzept der Zurich Versicherung setzt sich durch

Gerade mal vor zwei Monaten haben wir unser Sonderkonzept auf Photovoltaikversicherung der Zurich veröffentlicht. Aufgrund des hohen Leistungsspektrums, welches weit über der standardmäßigen SolarPlus+ Deckung  der Zurich Versicherung liegt, können wir schon jetzt sagen, dass eine erfolgreiche Markteinführung über unsere Photovoltaikversicherung-Website erfolgte. Speziell leistungsorientierte Photovoltaikanlagen-Betreiber nehmen das recht günstige Produkt zunehmend in Anspruch.

Zu den Produkt-Highlights der Photovoltaikversicherung zählen unter anderem

  • Baudeckung (vorzeitiger Deckungsbeginn)
  • Schadenbedingte Arbeiten an Dächern und Fassaden
  • De- und Remontagekosten aufgrund von Gebäudebeschädigungen + Ertragsausfall
  • Innere Betriebsschäden von elektronischen Bauteilen
  • Technologiefortschritt
  • Feuerlöschkosten und Gebühren
  • Schadensuchkosten
  • Sofortiger Reparaturbeginn
  • Einschluss Schäden aufgrund Innerer Unruhen
  • Unterversicherungsverzicht
  • Datenversicherung
  • Erweiterungen der Ertragsausfallversicherung
  • Wegfall der Restwertanrechnung im Schadensfall
  • Differenzentschädigung bei Totalschaden (GAP-Deckung)
  • u.v.m

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rosa-photovoltaik.de – Intersolar 2011

Ein Team von rosa-photovoltaik.de ist dieses Jahr auf dem Stand vom Photovoltaikforum vertreten.
Im letzten Jahr war rosa-photovoltaik.de mit einem eigenen Messestand auf der Intersolar vertreten. Auch wenn der damalige Erfolg weit über unseren Erwartungen lag, haben wir uns dazu entschieden, nur jedes zweite Jahr mit einem eigenen Stand an der Intersolar teilzunehmen. Folglich werden wir in diesem Jahr, wie auch in den vorangegangenen Jahren, das Photovoltaikforum als Sponsor sowie Fachbeistand im Bereich der Photovotaikanlagen-Versicherung mit „Rat & Tat“ unterstützen.

Interessenten und Kunden sind herzlich eingeladen uns auf Stand 376 in Halle B6 zu besuchen.

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