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Photovoltaik-Versicherungen: Hohe Schadenquoten in 2011

Versicherungsgesellschaften beklagen derzeit steigende Schadenquoten im Bereich Photovoltaikversicherungen. Laut GDV liegt die Schadenquote bei Solarstromanlagen für das Jahr 2011 bei rund 59% und hat sich somit im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Demnach ist die Absicherung von Solarstromanlagen über PV-Versicherungen für die Versicherungsunternehmen nicht mehr mit dem erhofften Ertrag verbunden. Um die Auswirkungen von zu hohen Schadenquoten nachvollziehen zu können, möchten wir vorab in einfachen Worten erklären, wie die Schadenquote des GDV ermittelt wird.

Alle GDV Mitgliedsunternehmen melden jährlich die Stückzahlen, Beitragseinnahmen, Schadenanzahl und Gesamtschadenhöhe zu den jeweiligen Sparten. Anhand dieser Zahlen wird unter anderem die Schadenquote für das betreffende Jahr ermittelt. Errechnet wird sie aus den Nettobeitragseinnahmen im Verhältnis zu den geleisteten Schäden eines Jahres. Für das Jahr 2011 bedeutet dies, dass nahezu 60% der Beitragseinnahmen für die Regulierung von Schäden verwendet wurden. Branchenkenner wissen, dass eine dermaßen hohe Schadenquote grenzwertig ist und die Versicherungsunternehmen reagieren müssen, da die gesamten Verwaltungs- u. Vermittlungskosten noch hinzugerechnet werden müssen.

Welche Schäden verursachen das hohe Schadenvolumen?

An erster Stelle stehen die Brandschäden. Diese kommen zwar sehr selten vor, aber wenn, dann mit einem sehr hohen Schadensumme. Speziell Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben haben in der Vergangenheit so manche Kalkulation der Versicherer zunichte gemacht. Gleiches gilt für die zweitplatzierten Sturm u. Hagelschäden. Gerade im Jahr 2011 gab es regionale Hagelniederschläge und Stürme, welche zu immensen Schäden führten. An dritter Stelle stehen die Schneelastschäden. Längere Winter mit übermäßigem Schneefall verursachten zahlreiche Schäden an der Verkabelung, Tragkonstruktionen und PV-Modulen. Einen weiteren großen Teil der Schäden machen die am 4. Rang platzierten Überspannungsschäden aus. Zwar ist das Volumen der einzelnen Schäden nicht so hoch wie bei den vorabgenannten Schadenursachen, jedoch ist hier eine viel höhere Schadenanzahl zu verzeichnen. Erwähnenswert ist zudem, dass schätzungsweise 30% aller Schäden auf fehlerhafte Montagen und die Auswahl ungeeigneter Peripherie zustande kamen.

Welche Auswirkung haben die Schadenquoten und Schadenursachen für den PV-Anlagenbetreiber?

Vorab muss erwähnt werden, dass die Zahlen des GDV die gesamten Photovoltaikversicherungen der GDV-Mitgliedsunternehmen widerspiegeln. Das einzelne Versicherungsunternehmen kann wesentlich besser, aber auch wesentlich schlechter dastehen.

Die Vorgehensweise eines Versicherungsunternehmens mit einer sehr schlechten Schadenquote kann sehr vielfältig sein. Unterschieden wir vorab zwischen den bereits bestehenden Verträgen und den Neuverträgen.

Bestandsverträge:

Die Versicherer haben enorm gute Analyse-Instrumente und können den gesamten Bestand, den des einzelnen Versicherungsmaklers oder Vermittlers bis hin zum alleinstehenden Vertrag durchforsten und bewerten. Stellt der Versicherer fest, dass z. B. eine bestimmte Bauart, die Gebäudenutzung oder der landwirtschaftliche Betrieb zu einem erhöhten Schadenaufkommen führt, ist damit zu rechnen, dass alle betreffenden Verträge unter Beobachtung stehen. Einige Versicherungsgesellschaften besichtigen sogar in der laufenden Versicherungsperiode einzelne PV-Anlagen, welche statistisch ein erhöhtes Risiko mitführen.

In der Regel werden bestehende Photovoltaikversicherung-Verträge, solange eine Schadenfreiheit vorliegt, vom Versicherer nicht angerührt. Sollte es jedoch zu einem Schadenfall kommen und der Vertrag steht aufgrund eines erhöhten Risikos bereits unter Beobachtung, so kann in den meisten Fällen davon ausgegangen werden, dass der Versicherer eine Kündigung ausspricht.

Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern stellen derzeit ein „normales Risiko“ dar, sofern die Prämienkalkulation des Versicherers stimmt. Seit geraumer Zeit gibt es einige Gesellschaften, welche mit niedrigsten Mindestbeiträgen (60 EUR und weniger) versuchen, Marktanteile zu erhalten. Für den Kunden sieht dies im ersten Moment sehr attraktiv aus. Doch das böse Erwachen kommt oftmals im ersten Schadensfall – meist bei Schäden über ca. 1.000 EUR. Der Versicherer wird den versicherten Schaden zwar regulieren, jedoch auch eine Kündigung aussprechen, da aus dem Vertrag kein Ertrag mehr zu erwarten ist. Berücksichtigt man, dass es an Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern zu zahlreichen Schäden im Bereich von ca. 200 bis 10.000 EUR kommt, so könnten sehr viele Anlagenbetreiber zukünftig betroffen sein.

Obige Szenarien treffen natürlich nicht jeden Betreiber einer Solaranlage. Das Risiko, dass es eine Vielzahl der  PV-Anlagenbetreiber trifft, wächst jedoch mit einer weiterhin negativen Schadenquote.

Handelt es sich um größere bzw. um Großanlagen, so können nach einem Schadensfall weitere Instrumente des Versicherers Anwendung finden. Der Versicherer macht dem Versicherer ein Angebot zur Vertragsumstellung. Dieses kann z. B. ein höherer Selbstbehalt, ein höherer Jahres-Beitrag oder gar die Einschränkung von Leistungen sein. In der Regel werden solche Vereinbarungen über den betreuenden Versicherungsmakler, der die Interessen des Kunden vertritt, verhandelt. Erst wenn der Versicherungsnehmer das Angebot nicht annimmt, spricht der Versicherer die Kündigung aus.

Neuverträge:

Die Versicherungsunternehmen reagieren recht schnell auf negative Veränderungen der Schadenquoten. Nach der Bestandsanalyse und Bestimmung der unerwünschten, erhöhten  Risiken wurden/werden bei einigen Versicherern die Annahmerichtlinien für Neuverträge geändert, sowie Leistungen gekürzt. Unter Anderem wurden folgende Einschränkungen (Kurzform) verzeichnet:

  • Nicht versicherbar sind Anlagen älter 5 Jahre (ab Inbetriebnahme)
  • Nicht versicherbar sind Anlagen älter 3 Jahre (ab Inbetriebnahme)
  • Versicherungsschutz wir nur für Neuanlagen gewährt
  • Nicht versicherbar sind Anlagen mit Vorschäden
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Stroh- oder Heulagerung
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Lagerung feuergefährlicher Stoffe
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen auf Gewerbebetrieben  mit Lagerung oder Verarbeitung feuergefährlicher Stoffe
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen ohne Überspannungsschutzvorrichtungen
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen die nicht regelmäßig gewartet werden
  • Nicht versicherbar sind Photovoltaikanlagen ohne äußere Blitzschutzanlage
  • Nicht versicherbar sind Anlagen, die nicht nach DIN-Normen  u. VDE-Vorschriften errichtet wurden
  • Nicht versicherbar sind selbstmontierte Photovoltaikanlagen
  • Nachweis einer Statikberechnung bzw. eines Statikgutachtens
  • Anlage muss von Unternehmen mit RAL-Gütesiegel oder Anlagenpass verbaut sein
  • Module und Wechselrichter müssen Diebstahlhemmend verbaut sein
  • Die Entschädigung für Wechselrichtern wird auf den Zeitwert begrenzt
  • Senkung der pauschalen Ertragsausfallentschädigung

Vorab genannte Punkte spiegeln das Vorgehen diverser unterschiedlicher Anbieter auf Photovoltaikversicherung wider. Es gibt selbstverständlich auch Anbieter, welche aufgrund positiver Entwicklungen keine Änderungen der Annahmerichtlinien vorsehen.

Ein weiterer Nebeneffekt von hohen Schadenquoten sind steigende Versicherungsbeiträge für Neuverträge. Auch die Aufgabe des Zweiges der Photovoltaikversicherung ist denkbar – ein ausländischer Versicherer hatte es ja bereits vorgemacht. Wie die einzelnen Versicherer zukünftig reagieren bleibt abzuwarten.

Wie in diesem Beitrag geschildert, hat sich bereits einiges geändert und es wird sich auch in Zukunft noch einiges ändern.

Was kann ein Anlagenbetreiber vorsorglich machen?

Für den Neuanlagen-Betreiber ist es natürlich sehr schwer, den Versicherer, die Bedingungen und die damit zusammenhängenden Leistungen und auch Schadenquoten zu beurteilen. Daher ist anzuraten, einen auf  Photovoltaikversicherungen spezialisierten Versicherungsmakler auszuwählen. Sofern dieser schon langjährige Erfahrungen hat und nicht nur preisorientiert (billig, billig), sondern im Sinne des Kunden die Leistungen in den Vordergrund stellt, sollte er die erste Wahl sein. Er kann qualifizierte Aussagen zu den Leistungen, den Service,  das Verhalten der Versicherer im Schadenfall, sowie zu den Schadenquoten treffen. Der erste Schritt wäre damit schon mal getan.

Besteht bereits eine Versicherung für eine Photovoltaikanlage, so ist etwas mehr zu tun. Gerade jene Anlagenbetreiber, die sich damals für einen billigen und meist leistungsschwachen Tarif entschieden, sollten aktiv werden und erneut recherchieren bzw. vergleichen. Wer den Wechsel der Photovoltaikversicherung verdrängt und abwartet bis das der erste Schaden eintritt bzw. die Anlage so alt ist, dass sie keiner mehr versichern möchte, läuft Gefahr, keinen geeigneten u. günstigen Folgeversicherer zu finden.

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Versicherung für Solarpark Weeze mit 14 MWp im drittgrößten Airport NRWs

Die Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG konnte erst kürzlich wieder einen Solarpark im Megawattbereich versichern. Der 14,062 MWp Solarpark der BaySolar AG wurde im Flughafen Weeze auf über 300.000 qm errichtet. Der Solarpark in Weeze gehört zu den größten Solarkraftwerken in Nordrhein-Westfalen inmitten eines Flughafens. Die Investitionssumme des Solarparks beträgt über 22,5 Mio. Euro. Mehr als 8.500 Tonnen an Kohlendioxid kann durch den Solarpark jährlich vermieden werden.

Der Solarpark Weeze im Bau (Foto: BaySolar AG)

Der Solarpark Weeze im Bau (Foto: BaySolar AG)

Die Absicherung dieser Investition wurde über ein Konsortium, bestehend aus mehreren deutschen Versicherern, ermöglicht. Das Maklerunternehmen übernahm dabei das Management zwischen den Versicherungsgesellschaften und dem Generalunternehmer (BaySolar AG).

Dipl.-Ing Xuejun Wang, Vorstandsvorsitzender der BaySolar AG, zur Entscheidung für Versicherungsmakler Rosanowske: „Um unser 22,5 Millionen Euro teures Solarprojekt abzusichern, kam für uns nur die Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG in Frage. Die Versicherung des Solarparks stand zudem unter der Voraussetzung, dass der Versicherungsmakler Erfahrung in der Absicherung von großen Solarkraftwerken vorweisen kann. Die kompetente Beratung sowie das gesamte Handling des Versicherungsmaklers haben uns überzeugt. So konnten wir uns voll und ganz auf unser Projekt konzentrieren.“

Wir konnten erneut beweisen, dass unser Schwerpunkt in der unabhängigen und leistungsorientierten Produktauswahl liegt. Gemäß unseres Leitsatzes: Hervorragende Leistungen zu günstigen Konditionen!

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Photovoltaik: Was ist ein Lichtbogen?

Wir möchten der Frage nachgehen, was überhaupt ein Lichtbogen ist, wie dieser zustande kommt und was ein Lichtbogen anrichten kann. Denn in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und Brandschäden kommt der Begriff „Lichtbogen“ recht häufig vor.

Was ist ein Lichtbogen?

Ein Lichtbogen ist zwischen zwei Elektroden eine sich selbst erhaltende Gasentladung. Selbsterhalten deshalb, da der Lichtbogen eine ausreichend hohe elektrische Potentialdifferenz aufweist und durch Stoßionisation die benötigte hohe Stromdichte aufrecht erhält. Eine Potentialdifferenz beschreibt nichts anderes als die Spannung und bei einer Stoßionisation werden Elektronen durch einfallende, hinreichend schnelle Elektronen aus Atomen oder Molekülen herausgeschlagen. Dadurch werden diese ionisiert. Die Gasentladung selbst bildet ein Plasma in dem Atome oder Moleküle zum Teil ionisiert sind. Das Gas wird durch freie Ladungsträger elektrisch leitfähig. Ein Lichtbogen besitzt eine Temperatur von mehreren tausend Grad Celsius.

Das ganze ergibt dann einen Lichtbogen, wie auf dem unteren Bild schön zu sehen ist.

Lichtbogen zwischen zwei Stahlnägeln - Quelle Wikipedia

Lichtbogen zwischen zwei Stahlnägeln (Quelle Wikipedia)

Wie entsteht ein Lichtbogen?

Am einfachsten kann dies anhand des Schweißens erklärt werden. Dazu werden ein metallischer Werkstoff sowie die Schweißelektrode benötigt. Der Werkstoff wird an einem Pluspol angeschlossen, die Elektrode an einen Minuspol. Der Stromkreis (Gleichstrom) ist noch offen, da keine Verbindung zwischen den beiden besteht. Berührt nun die Elektrode den metallischen Werkstoff entsteht ein Lichtbogen, da der Stromkreis geschlossen wird. Der Werkstoff kann nun verarbeitet (geschweißt) werden. Die hohen Temperaturen bringen das Metall zum schmelzen. Vergrößert man nun den Abstand zwischen der Elektrode und dem Werkstoff, wird der Lichtbogen zwischen den beiden größer bzw. länger, bis er, je nach Spannungshöhe, abreisst.

Was kann ein Lichtbogen anrichten?

Nehmen wir an, das Solarkabel eines Solarmoduls wurde auf Grund von Wind am Dach aufgescheuert oder durch einen Tierverbiss (Marder) beschädigt. Die Isolierung des Kabels ist dermaßen beschädigt, so dass die Adern des Kabels zu sehen sind. Da die Solaranlage tagsüber unter hoher Spannung steht, kann ein Lichtbogen dadurch entstehen, sobald das offene Kabel nur in die Nähe eines spannungsführenden Teils gelangt. Das eigentliche Problem dabei ist, dass bei einer Solaranlage zwischen Solarmodulen und Wechselrichtern Gleichstrom anliegt. Dadurch bleibt der Lichtbogen solange erhalten, bis die Spannung der Solaranlage nachlässt und der Lichtbogen abreist. Das kann mitunter einen ganzen Tag andauern. Der Dachstuhl etc. kann durch den Lichtbogen anfangen zu brennen. Aber Achtung: Wird bei der Installation der Solaranlage nicht fachgerecht gearbeitet, kann ein Lichtbogen schon alleine dadurch entstehen, sobald ein Steckverbinder nicht richtig verbunden ist.

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