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Bundesverband Solarwirtschaft gibt wichtige Tipps zu Photovoltaikversicherungen

Ein Anlagenausfall kann viele Gründe haben. Ein Ausfall der Solarstromanlage kann an der mangelnden Qualität der Solarkomponenten, an einer nicht-fachgerechten Installation oder von außeneinwirkenden Kräften kommen. Gerade bei der Anschaffung der eigenen Photovoltaik-Anlage, sollte nicht nur auf die Qualität der Komponenten und der Installation geachtet werden. Wichtig ist immer, dass die Solaranlage entsprechend versichert ist.

Der Bundesverband Solarwirtschaft rät allen zukünftigen Anlagenbetreibern das Thema Versicherungsschutz schon bei der Kaufvorbereitung mit dem Fachhandwerker zu klären. Risiken zwischen Modulanlieferung und Fertigstellung einer Solarstrom-Anlage sind häufig schlecht abgesichert. „Dabei lassen sich Versicherungslücken zum Beispiel bei Diebstahl von PV-Modulen oder Schäden an Komponenten vor Inbetriebnahme kostengünstig schließen“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Zwar sind fachmännisch errichtete Photovoltaik-Anlagen aus hochwertigen Komponenten sehr langlebig – sie können 20 Jahre und länger Strom erzeugen. Damit die Ertragsprognosen wirklich eintreten, sollte auf den richtigen Versicherungsschutz geachtet werden. Der Bundesverband Solarwirtschaft gibt neun wichtigen Experten-Tipps zum Thema Solarversicherung. Übrigens, unser Unternehmen ist seit vielen Jahren Mitglied im BSW (Bundesverband Solarwirtschaft).

1) Klären Sie mit dem Fachbetrieb den Versicherungsschutz für die Zeit vor Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage. Viele Solarteure sorgen ihrerseits für die Absicherung in dieser schadensanfälligen Zeit, um dem Kunden einen guten Service zu bieten.

2) Wenn während der Bauphase durch die Installation der Anlage einem Dritten Schäden entstehen, ist in der Regel der Bauherr verantwortlich. Wie bei anderen Bauvorhaben ist eine Bauherrenhaftpflicht sinnvoll. Viele Betriebshaftpflicht-Versicherungen (Photovoltaik Betreiber-Haftpflichtversicherungen) schließen die Bauphase kostenfrei ein, wenn rechtzeitig ein Vertrag geschlossen wurde.

3) Sichern Sie sich gegen Schäden an der Anlage ab, die etwa durch Diebstahl, Hagel, Wind oder andere Umwelteinflüsse entstehen können. Hier kommen spezielle Photovoltaik-Versicherungen oder die klassische Wohngebäudeversicherung in Frage. Günstig ist diese Variante bei kleinen Anlagen im Wohnhausbereich, wenn der Betreiber zugleich Hauseigentümer ist. Einzelne Versicherer erheben dafür lediglich einen Prämienaufschlag. Anmerkung: Die Variante der alleinstehenden Photovoltaikversicherung ist in der Regel die Bessere, da sie ein wesentlich umfangreicheres Leistungsspektrum aufweist!

4) Ist die Aufnahme der Photovoltaik-Anlage in bestehende Versicherungsverträge geplant, sollte umgehend die Versicherungsgesellschaft informiert werden. Fordern Sie in jedem Fall eine schriftliche Bestätigung des Versicherers an und bewahren Sie sie auf. Beim Wechsel der Versicherung und des Versicherers ist darauf zu achten, dass die Photovoltaik-Anlage wieder mit enthalten ist.

5) Prüfen Sie, ob auch überflutete Keller mitversichert sind. Zwar denkt man bei Überschwemmungen nicht sofort an die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Wechselrichter oder Batteriesysteme werden aber häufig im Keller installiert.

6) Ist die Solarstromanlage mit Krediten finanziert, verlangt der Geldgeber zumeist eine Photovoltaik-Versicherung. Diese gehen über das Standardangebot der Gebäudeversicherung hinaus und decken grundsätzlich alle Schäden ab, die durch äußere Einflüsse entstehen können. Gegenüber der Wohngebäude-Versicherung bietet die Photovoltaik-Versicherung den Vorteil, dass der Besitzer nicht dokumentieren muss, wo, wie, wann und warum der Schaden entstanden ist. Die Beweislast liegt beim Versicherer.

7) Überprüfen Sie, wie ein Ertragsausfall versichert ist. Ertragsausfälle durch Schäden an der Anlage sind zwar in der Regel über die Anlagenversicherung abgedeckt. Es gibt aber deutliche Unterschiede bei Start und Dauer der Ersatzzahlung. Da die Reparatur bei größeren Schäden einige Zeit beanspruchen kann, sollte der Zeitraum der Ersatzzahlung nicht zu knapp ausfallen (mindestens sechs Monate). Mindererträge durch überdurchschnittliche Systemverluste und Toleranzen der Komponenten sowie Planungsfehler, technische Defekte und Reparaturen sind zumeist nicht durch die Allgefahrenversicherung abgedeckt, weil sie nicht durch äußere Einwirkung auf die fertige Anlage entstehen. Wer sich dagegen absichern will, braucht eine Ertragsgarantieversicherung.

8) Für Gefahren, die von der Solarstromanlage ausgehen und Schäden bei Dritten verursachen können – zum Beispiel durch ein herabfallendes Modul –, sollte Haftpflichtschutz bestehen. Wenn der Betreiber Eigentümer des Gebäudes ist, kann die Photovoltaik-Anlage in eine bestehende Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung einbezogen werden. Besteht keine derartige Versicherung, so kann er versuchen, die Risiken über seine Privathaftpflicht-Police mit abzudecken. Bei einzelnen Versicherern ist das gegen einen Prämienaufschlag möglich. Bietet der Versicherer diese Option nicht an, gibt es separate Betreiberhaftpflicht-Policen.

9) Wer Versicherungsangebote vergleichen und später eventuell wechseln will, sollte bereits mit dem Abschluss des Vertrags in den persönlichen Kalender einige Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist eine Erinnerung eintragen.

Über unseren Online-Tarifrechner können Sie innerhalb weniger Sekunden  den für Sie richtigen Versicherungsschutz für Ihre Photovoltaikanlage auswählen.

Für Anlagenbetreiber aus Österreich bieten wir ebenfalls einen Tarifrechner für Photovoltaikversicherungen an.

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Interessante Statistiken im neuen Naturgefahrenreport 2012

Durch unsere tägliche Arbeit mit Kunden und Versicherern ist es wichtig, auf aktuelle Zahlen zurückgreifen zu können. Anhand aktueller Marktdaten können Risiken und Gefahren bei Photovoltaikanlagen besser eingeschätzt werden und sie erlauben uns, die zukünftige Entwicklung der Versicherungsbeiträge von Photovoltaikversicherungen besser abschätzen zu können. In erster Linie werden Versicherungsbeiträge bei den jeweiligen Versicherern anhand von Schadenquoten aus dem Vorjahr ermittelt (Lesen Sie auch unseren Artikel „Photovoltaik-Versicherungen: Hohe Schadenquoten in 2011“ ). Erhöht sich die Schadenquote, steigen zwangsläufig auch die Beiträge. Schadenquote hin oder her. Die viel wichtigere Frage ist doch, welche von außen einwirkende Gewalten sind für die verursachten Schäden verantwortlich?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat nun seinen Naturgefahrenreport 2012 veröffentlicht, in dem zum ersten Mal systematisch die Entwicklung der Sturm-, Hagel- und weiterer Elementarschäden, wie Hochwasser, Starkregen und Erdbeben, statistisch dargestellt wird.

Interessant beim neuen Naturgefahrenreport ist, dass die Auswertungen  zum Teil bis in das Jahr 1970 zurückreichen. Ändern sich Anzahl und Intensität der Schäden, hat dies auch unmittelbare Auswirkungen für die Versicherungsbranche. Durch das systematische Erfassen und Bewerten von Schäden, lassen sich frühzeitig Änderungssignale bei den Naturgefahren erkennen.

Wichtigte Ergebnisse aus dem Naturgefahrenreport

Sturm- und Hagelschäden, sowie weitere Elementarschäden

Im Schnitt regulieren die deutschen Versicherer jedes Jahr 1,3 Millionen Sturm- und Hagelschäden in privaten Haushalten. Die Entschädigungssumme liegt bei 1,1 Milliarden Euro im Jahr. Hinzu kommen noch weitere Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdbeben, Lawinen und Schneedruck, mit einem Schadenaufwand von rund 250 Millionen Euro pro Jahr. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Aussage des GDV, dass in den letzten Jahren der Schadenbedarf immer weiter angestiegen ist. Das ist auf zunehmende Wetterextreme zurückzuführen.

Risikozonen für Sturm und Hagel (Quelle: GDV)

Risikozonen für Sturm und Hagel (Quelle: GDV)

Blitz- und Überspannungsschäden – große regionale Unterschiede

Bei Blitz- und Überspannungsschäden gibt es große regionale Unterschiede: Betroffen sind vor allem der Bayerische Wald, das Erzgebirge und Gebiete nahe der niederländischen Grenze. Überspannungsschäden durch Blitz treten häufiger in ländlichen Regionen als in Städten mit sehr verzweigten Leitungsnetzen auf. In Spitzenmonaten werden den Hausratversicherern über 100.000 Schäden gemeldet.

Risikozonen für Blitz- und Überspannungsschäden in Deutsschland (Quelle: GDV)

Risikozonen für Blitz- und Überspannungsschäden in Deutsschland (Quelle: GDV)

Die genannten Elementarschäden wie Sturm und Hagel sowie Blitz- und Überspannungsschäden, sind sehr häufig auch Ursache für Schäden an Photovoltaikanlagen. Hinzu kommt, dass in Verbindung mit Blitz- und Überspannungsschäden auch die Gefahr eines Brandes an einer PV-Anlage steigt. Wichtig: Betreiber, deren Solaranlagen sich an einem Standort im gelben Bereich der obenstehenden Grafik befinden, dürfen nicht davon ausgehen, dass das Risiko für die Solaranlage gleich Null ist. Im Gegenteil: Für jede PV-Anlage ist das Riskio größer Null. Jede PV-Anlage kann durch Blitz- und Überspannungsschäden in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine entsprechende Vorsorge in Form einer Allgefahrenversicherung, ist daher dringend zu empfehlen.

Um eine Photovoltaikanlage vor Schäden durch unkalkulierbare Naturgewalten abzusichern, empfehlen wir den Abschluss einer Photovoltaikversicherung!

Hintergrundwissen: Informationen über den GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Der Verband umfasst über 470 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 216.000 Beschäftigten. Die Mitgliedsunternehmen haben einen Bestand von über 457 Millionen Versicherungsverträge. Der GDV fragt bei seinen Mitgliedsunternehmen regelmäßig aktuelle Versicherungsdaten ab, auf deren Grundlage wichtige Erkenntnisse gewonnen und den Versicherern zur Verfügung gestellt werden.

Lesen Sie den gesamten „Naturgefahrenreport 2012 – Naturgefahren und versicherte Schäden in Deutschland – eine statistische Übersicht von 1970 bis 2011“ (PDF).

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Kosten der Photovoltaikversicherung umgerechnet auf die Stromgestehungskosten einer Photovoltaikanlage

In der heutigen Zeit steht die Rendite einer Photovoltaikanlage nicht mehr im Vordergrund. Für zukünftige Anlagenbetreiber ist wichtig in Erfahrung zu bringen, was kostet die Kilowattstunde (kWh) Strom beim Energieversorger und was kostet die kWh sauberer Solarstrom von der Solarstromanlage. Nur so kann die Rentabilität einer PV-Anlage ermittelt werden. Aus diesem Grund möchten wir die Rechnung gerne in dem nun folgenden Beitrag einmal anders herum aufmachen.

Um die Differenz aus den Stromkosten vom Energieversorger mit den Stromkosten aus der Photovoltaikanlage berechnen zu können, bedienten wir uns eines Stromgestehungsrechners (Strompreisrechner). Die folgenden Euro-Angaben sind (bis auf den Beitrag zur Photovoltaikversicherung) alles Nettowerte.

Basisdaten:

  • Photovoltaikanlage: 7,5 kWp
  • Investitionskosten: 12.750 Euro netto (1.700 Euro/kWp)
  • Sepzifischer Anlagenertrag: 900 kWh/kWp
  • Degradation der Solarmodule: 0,2% jährlich
  • Kapitalverzinsung: 0%

Bitte beachten Sie, dass wir die Berechnung sehr konservativ darstellen.

Die Strompreise über die Energieversorger variieren, dennoch nehmen wir 26 Cent/kWh (21,85 Cent/kWh netto) an. Als Basis dient eine 7,5 kWp-Solaranlage mit einer Nettoinvestition von 12.750 Euro. Die Betriebskosten einer solchen Solaranlage betragen hoch angesetzt 3% von der Nettoinvestition. Die meisten Solarunternehmen kalkulieren mit Betriebskosten zwischen ein und zwei Prozent. Darin enthalten sind die Kosten für Wartung, Instandhaltung, Versicherung und Betrieb der Solaranlage. Am Beispiel der 7,5 kWp-Solaranlage entsprechen 3% Betriebskosten gleich 382,50 Euro jährlich. Um die Kosten der Photovoltaikversicherung aus den Betriebskosten herauszurechnen, haben wir über unseren Angebotsrechner den Jahresbeitrag für die Solaranlage ermittelt. Dieser beträgt für eine 7,5 kWp-Anlage 89,25 Euro jährlich. Die Betriebskosten betragen ohne die PV-Versicherung 293,25 Euro oder 2,3%. Im Umkehrschluss hat eine Solarversicherung einen Anteil von nur 0,7%-Punkte an den gesamten Betriebskosten.

Werden diese Daten nun in den Stromgestehungsrechner eingegeben, erhalten wir folgende Ergebnisse:

Strompreis einer Photovoltaikanlage ohne PV-Versicherung (Betriebskosten: 2,3%): 14,1 Cent/kWh

Strompreis einer Photovoltaikanlage inkl. PV-Versicherung (Betriebskosten: 3%): 15,4 Cent/kWh

Die Differenz der beiden Strompreise beträgt gemäß unserer Berechung 1,3 Cent/kWh. Im Klartext bedeutet das, dass die Absicherung der PV-Anlage über eine entsprechende Allgefahrenversicherung  gerade mal mit 1,3 Cent je kWh zu Buche schlägt. Mit nur 1,3 Cent je Kilowattstunde ist ein Betreiber einer Solaranlage vollumfänglich gegen von außen einwirkende Schäden und Risiken abgesichert.

Die Rentabilität einer PV-Anlage, am Beispiel unserer 7,5 kWp-Solaranlage, ist mit den nun vorliegenden Daten ebenfalls schnell ermittelt. So kostet die Kilowattstunde Strom beim Energieversorger 21,85 Cent/kWh und über die Solaranlage lediglich 15,4 Cent/kWh. Das entspricht einer Differenz von 6,45 Cent/kWh! D.h. die Solarstromanlage produziert den eigens erzeugten Strom ganze 6,45 Cent/kWh günstiger. Die Frage nach der Rentabilität sollte beantwortet sein.

Die Erträge einer Photovoltaikanlage sind abhängig von einem reibungslosen Betrieb. Über die Betriebsdauer von 20 Jahren und mehr ist speziell die Einwirkung von äußeren Gefahren ein nicht kalkulierbares Risiko für den Anlagenbetereiber – der Abschluss einer Photovoltaikversicherung ist unabdingbar.

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Wie Sie Ihre Solaranlage gegen Tierverbiss schützen können

Passend zu unserer Marketing- und Werbeaktion hat das Nachrichtenportal photovoltaik-guide.de einen Artikel über Marder und damit einhergehende Schäden an Solarstromanlagen veröffentlicht. Auch unsere Kunden können davon ein Lied singen. So beklagen diese häufig Tierverbiss bei Solarkabeln. Die Folgen bei Solarstromanlagen sind Kurzschlüsse, Ertragsausfälle und Verschmorungen.

Haarige Angelegenheit - Jetzt Photovoltaikversicherung wechseln - www.rosa-photovoltaik.de

Marder verursachen die häufigsten Schäden an Photovoltaikanlagen-Verkabelungen! Nicht etwa weil das Kabel so gut schmeckt, sondern weil Marder sehr neugierig sind, gerne spielen und ihr Revier verteidigen und markieren. Doch wie können Photovoltaikanlagen, insbesondere die darunterliegenden Solarkabel, vor Marder und anderen Nagetieren geschützt werden? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die über das Anbringen von Drahtgitter bis hin zu Kabelschutz und Marderabwehrprodukte reichen, Marder fernzuhalten.

Drahtgitter

Schon kleine Schlupflöcher genügen und der Marder hat freien Zugang zur Solaranlage. Auf Dächern sind die PV-Module meist auf einem Montagesystem befestigt. Der Abstand zwischen PV-Module und Dach stellt für Marder daher einen leichten Einstieg und kein Hindernis dar. Diese Öffnungen können rund um die Solaranlage mit einem Draht, wie man es aus Kleintierkäfigen kennt, verschlossen  werden.

Entsprechende Kabel und Schutzhüllen

Eine weitere Möglichkeit stellt der Einsatz von speziellen Kabeln dar, die mit einem speziellen Schutzmantel versehen sind. Dieser Schutzmantel kann verhindern, dass der Marder mit seinen spitzen Zähnen das Kabel an- oder durchbeißt. Die Kabel können aber auch mit einem Plastikrohr geschützt werden, in dem das Solarkabel im Inneren liegt. Anlagenbetreiber sollten zudem darauf achten, dass die Kabel an der Anlage nicht lose herumhängen. Solarkabel sollten immer im Montagesystem sauber verlegt und am Montagesystem befestigt werden. Das erschwert den Tieren zusätzlich den Zugang zu den Kabeln.

Marder-Abwehrprodukte

Was zum Schutz des Kraftfahrzeugs taugt, könnte die Nagetiere auch bei Solaranlagen fernhalten. Im Handel sind daher die unterschiedlichsten Marder-Abwehrprodukte erhältlich. Über verschiedene Gerüche, Schallgeräte bis hin zu Stromschlägen ist alles beziehbar. Als Beispiel möchten wir, neben vielen anderen Onlineshops, Marderabwehr24 nennen, dessen Eigentümer uns auch freundlicherweise das Mardermotiv zur Verfügung gestellt hat.

Was aber, wenn der Marder zugeschlagen hat? Wer kommt für die Kosten auf? Sofern Sie keine Photovoltaikversicherung besitzen, die auch Tierverbiss in ihren Leistungen enthält, müssen Sie wohl oder übel den Schaden selbst bezahlen. Sind Sie jedoch bereits über eine Allgefahrenversicherung versichert, bestenfalls über uns,  so genügt das Ausfüllen eines Schadenformulars und wir kümmern uns um Ihren Schaden. Mit unseren Allgefahrenversicherungen müssen Sie sich um haarige Angelegenheit erst gar nicht kümmern.

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Photovoltaikanlage verursacht Brand – Nur die Solaranlage brannte

Am Sonntag den 01. April 2012 brannte auf einem Dach (Gesamtfläche 4.000 qm) einer Lagerhalle in Goch eine Solarstromanlage. In der Halle selbst sind Kartoffeltrockenprodukte sowie getrennt davon Textilien gelagert. Personenschäden gab es keine. Auch eine Umweltgefährdung durch den Brandrauch bestand nicht. Über 120 Feuerwehrleute waren an diesem Tag im Einsatz.

Brand einer Photovoltaikanlage in Goch

Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Goch

Zuerst war die Brandursache unklar, jedoch konnte durch einen Sachverständigen die Photovoltaikanlage als Brandursache ermittelt werden. Der Brandursachenermittler der Kripo führte den Brand auf einen technischen Defekt im Bereich der Photovoltaikanlage zurück.

Nur die PV-Anlage wurde Opfer der Flammen

Die Löschmaßnahmen der Feuerwehr konzentrierten sich lediglich auf den Außenbereich, da nur die Außenseite des Daches betroffen war. Wie die Bilder der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Goch belegen, blieb die Dachhaut weitestgehend unbeschädigt. Das Feuer drang nicht durch das Dach und zerstörte auch das darunterliegende Gebäude nicht.

Luftbild Brand einer Photovoltaikanlage in Goch

Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Goch

Als Versicherungsmakler mit der Spezialisierung auf Photovoltaikversicherungen erhalten wir täglich Schadenbilder, darunter auch etliche Brände. Jedoch ist uns in unserer langjährigen Laufbahn noch nicht untergekommen, dass ausschließlich Solarkomponenten wie Solarmodule, Montagesystem und Kabel abgebrannt sind und das Dach, mal abgesehen von geringen Schäden, fast unversehrt blieb.  Dazu muss gesagt werden, dass die meisten Glasformen, auch das Glas von Solarmodulen, bei etwa 600 Grad Celsius schmelzen. Die Unterkonstruktion (Montagesystem) besteht entweder aus Aluminium oder Stahl. Stahl schmilzt bei einer Temperatur von etwa 1.200 Grad Celsius und Aluminium schmilzt bei einer Temperatur bei ca. 550 Grad Celsius.

Wie kann es sein, dass alle Solarkomponenten dahinschmelzten und das Dach nahezu unbeschädigt blieb? Wir fragen daher die Experten unter unseren Lesern und laden zu einer Diskussionsrunde ein. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

Weitere Bilder des Brandes mit Photovoltaikanlage

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 6

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Internetportal

Wäre ein Internetportal mit Smartphoneapplikation (z.B. für das Iphone) sinnvoll, das vor dem Ausrücken zum Brandort besucht werden kann um dort zu erfahren, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem brennenden Gebäude oder Nachbargebäude befindet?

Nur 26,06% (603 Nennungen) der Feuerwehrleute würden ein Internetportal mit Smartphoneanbindung als für sinnvoll erachten.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Internetportal

Anmerkung:

Die Entwicklung eines solchen Portals könnte durch eine staatliche Stelle erfolgen. Die Daten könnten durch die Bundesnetzagentur abgefragt werden, die ohnehin von Solaranlagenbetreibern gemäß § 16 Abs. 2 S. 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Daten anfordern.

Dazu müsste lediglich das Formular der Bundesnetzagentur zur Meldung von Photovoltaikanlagen um wenige Abfragen erweitert werden. Der Betreiber einer Anlage müsste in diesem Fall nur noch zustimmen (im besten Falle verpflichtet werden), dass seine Daten in diesem Portal gespeichert werden, um so im Brandfall die Daten ausschließlich an die örtliche Feuerwehr weitergeben zu können.

Verpflichtung

Bei wem sehen Feuerwehrleute die Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen, die von einer Photovoltaikanlage ausgehen (Eigentümer und Besitzer müssen zwangsläufig nicht ein und dieselbe Person sein)?

66,31% (1.425 Nennungen) der Feuerwehrleute sehen Eigentümer und Besitzer von Solarstromanlagen in der Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Verpflichtung

Haftung

Sollte der Betreiber einer Photovoltaikanlage, im Falle eines durch die Photovoltaikanlage verunglückten Feuerwehrmannes, dafür haftbar gemacht werden, sofern nicht eindeutig auf eine Photovoltaikanlage hingewiesen wurde?

Über 57,31% (1.223 Nennungen) der Feuerwehrleute würden Betreiber von Photovoltaikanlagen dafür haftbar machen, wenn mangels Hinweis auf eine Photovoltaikanlage an den Gebäuden ein Feuerwehrmann verunglückt.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Haftung

Fazit der Studie

Die Studie macht deutlich, dass es an Schulungen für Feuerwehrleute beim Umgang mit Photovoltaikanlagen zum Zeitpunkt der Erhebung mangelt. Zudem wird deutlich, dass sich Feuerwehrleute auf Grund der mangelnden Ausbildung in diesem Bereich bei Problemen umgehend und richtigerweise an den Einsatzleiter wenden. Was nur, wenn dieser ebenfalls in diesem Segment keine Schulung oder dergleichen genossen hat? Falsch wäre es reine Schulungen aufzubauen, die sich ausschließlich der Photovoltaiktechnik widmen, denn eine Photovoltaikanlage ist nichts weiter als eine herkömmliche elektrische Anlage.

Der richtige Weg

Da aber Photovoltaikanlagen mittlerweile öfters vorkommen als Unternehmen, in denen elektrische Anlagen vorhanden sind, sollten Feuerwehrleute verstärkt im allgemeinen Umgang mit elektrischen Anlagen geschult werden. Speziell die Einsatzleiter und deren Vertreter müssen ausreichend geschult sein, um der Mannschaft in jeder Hinsicht die richtigen Anweisungen geben zu können.

Wie sich auch zeigt, wird im Brandfall immer noch zu wenig von einer vorhandenen Solarstromanlage ausgegangen. Oftmals sind diese auf den Dächern nicht sofort ersichtlich. Die Einleitung eines normalen Löschvorgangs kann sich daher verheerend auf die Sicherheit der Feuerwehrleute auswirken. Es bedarf daher dringend einer Vorschrift, dass alle Gebäude, auf denen sich Photovoltaikanlagen befinden, mit einem entsprechenden Hinweisschild gekennzeichnet werden müssen. Auch sollten Feuerwehrleute durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale noch vor der Brandbekämpfung über das Vorhandensein einer Solarstromanlage informiert werden.

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen PV - Achtung Solaranlage

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen "PV - Achtung Solaranlage" von PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler

Auch ist in der Studie von Feuerwehrschaltern die Rede, die die Solarstromanlage im Brandfall spannungsfrei schalten können, so dass keine gefährlichen Spannungen mehr anliegen. Auch der Einbau einer solchen Vorrichtung müsste für Solaranlagenbetreiber Pflicht werden.

Es empfiehlt sich auch nicht, ein extra Sonderlöschmittel für Photovoltaikanlagen zu entwickeln, denn richtig angewandt, können auch elektrische Anlagen mit herkömmlichen Wasser gelöscht werden.

Fazit: Photovoltaikanlagen sind keine Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung, sofern die Regeln zur Löschung von elektrischen Anlagen eingehalten werden. Gefahren von herab fallenden Gegenständen von einem Dach gibt es auch ohne Photovoltaikanlage.

Nun sind die entsprechenden Verbände in der Pflicht, die richtigen Vorschriften zu erlassen.

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 5

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den fünften und vorletzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Hinweisschilder

Die Feuerwehrleute wurden gefragt, ob es vor jedem Gebäude, auf dem sich eine Photovoltaikanlage befindet, deutlich sichtbare Hinweisschilder geben sollte.

Über 78,40% (1.673 Nennungen) der Feuerwehrleute sind der Meinung, dass an Gebäuden mit einer vorhandenen Solarstromanlage zur Kennzeichnung unbedingt ein Hinweisschild (Brandschutzkennzeichen) angebracht werden soll.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Hinweisschilder an Gebäuden

Feuerwehr-Einsatzzentrale

Befinden es Feuerwehrleute für sinnvoll, wenn die Feuerwehr-Einsatzzentrale bei der Meldung eines Brandes, Hinweise auf eine Photovoltaikanlage gibt (auch auf PV-Anlagen auf Nachbargebäuden)?

Über 80,18% (1.711 Nennungen) der Feuerwehrleute fänden es sinnvoll, schon während des Notrufs durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale auf eine vorhandene Photovoltaikanlage hingewiesen zu werden. Dies bezieht sich auch auf vorhandene Photovoltaikanlagen auf Nachbargebäuden.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Meldung bei der Feuerwehr-Einsatzzentrale

Anlage spannungsfrei schalten

Sollte ein Schalter vor dem Gebäude in einem verschließbaren Kasten vorhanden sein, mit dem die Photovoltaikanlage stromfrei/spannungsfrei geschalten werden kann (z.B. mit Schlüssel nur für Feuerwehren)?

Auch das Thema Feuerwehrschalter rückt immer mehr in das Bewusstsein von Feuerwehrleuten. So fordern 81,26% (1.734 Nennungen) einen Feuerwehrschalter, um Photovoltaikanlagen im Notfall spannungsfrei schalten zu können.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Photovoltaikanlage strom-und spannungsfrei schalten

Zusätzliche Hilfsmittel

Welche zusätzlichen Hilfsmittel oder zusätzlichen Gerätschaften wünschen sich Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung von Gebäuden mit einer Photovoltaikanlage?

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  • Keine weiteren Hilfsmittel oder Gerätschaften notwendig
  • Ausgebildete Feuerwehrleute
  • Feuerwehrschalter im oder am Gebäude
  • Ausführlicher Plan der Photovoltaikanlage im Eingangsbereich
  • Anzeige am Gebäude, ob bei der Photovoltaikanlage gerade Spannung anliegt
  • Fernschaltung, um die Photovoltaikanlage abschalten zu können

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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