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50,2-Hz-Problematik: Um- bzw. Nachrüstung von Photovoltaikanlagen

In unserem heutigen Blogbeitrag möchten wir Sie als Betreiber einer Solaranlage über die 50,2-Hz-Problematik in Deutschland informieren. Eines vorweg: Die 50,2-Hz-Problematik kann, muss Sie aber nicht betreffen. Insbesondere betrifft es Betreiber, deren Leistung der Solarstromanlage größer 10 kWp beträgt. Wir möchten Sie dennoch über den geplanten Ablauf der Verteilnetzbetreiber (VNB) informieren.

Was hat es mit der 50,2-Hz-Problematik auf sich?

Um Ihnen die technischen Einzelheiten zu ersparen fassen wir uns kurz: Die Wechselrichter von Photovoltaikanlagen müssen um- bzw. nachgerüstet werden. Dies dient der allgemeinen Versorgungssicherheit und der Sicherheit des Stromnetzes in Deutschland und Europa.

Der Ablauf von Seiten der Verteilnetzbetreiber:

  1. Sie werden in einem ersten Schreiben durch den VNB aufgefordert, Ihre Wechselrichter um- bzw. nachzurüsten. Die Schreiben sollen im September versendet werden.
  2. In einem zweiten Schreiben klärt Sie der VNB über den Zweck der notwendigen Maßnahmen auf und weist Sie daraufhin, dass Sie zur Mitwirkung verpflichtet sind.
  3. Das dritte Schreiben ist ein Fragebogen, der für den VNB notwendige Daten über Ihre Wechselrichter erhebt. Dort müssen Sie Auskunft über Ihre Wechselrichter geben. Dies beinhaltet den Hersteller, den Typ und evtl. auch die Seriennummer der Wechselrichter. Diese finden Sie entweder an den Wechselrichtern selbst, in Ihrer Anlagendokumentation oder Sie fragen bei Ihren Installateur/Solarteur nach.
  4. Der VNB entscheidet auf Grund Ihrer angegebenen Daten im Fragebogen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Ihre Wechselrichter an das Netz anzupassen. Sie erhalten zudem einen Terminvorschlag zur Um- bzw. Nachrüstung.

Bitte beachten Sie: Sie müssen von Ihrer Seite aus nicht aktiv werden.  Wenn Sie kein Schreiben von Ihrem Verteilnetzbetreiber erhalten, sind Ihre Wechselrichter von einer Um- oder Nachrüstung nicht betroffen.

Was kostet Sie die Um- bzw. Nachrüstung?

Die Kosten für die Um- bzw. Nachrüstung werden vom VNB in voller Höhe getragen. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Um- bzw. Nachrüstung von einem Installateur/Solarteur durchgeführt wird, den Ihnen der VNB vorgeschlagen hat. Sollten Sie einen Installateur/Solarteur Ihres Vertrauens bevorzugen, so muss dieser die Zulassung für eine Um- bzw. Nachrüstung vorweisen können und evtl. Mehrkosten gehe zu Ihren Lasten.

Was wird am Wechselrichter um- bzw. nachgerüstet und wie lange dauert das?

Bei vielen Geräten genügt ein Software-Update, das in wenigen Minuten auf das Gerät aufgespielt werden kann. Es kann aber auch der Austausch eines Bauteils notwendig werden, dass etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. In der Regel geht ein solche Um- bzw. Nachrüstung sehr schnell vonstatten. Die Um- bzw. Nachrüstung der Wechselrichter sollte bis Ende 2014 vollzogen sein sonst kann es passieren, dass Sie Ihren Vergütungsanspruch verlieren. Die Um- bzw. Nachrüstung hat keinerlei Auswirkungen auf die Photovoltaikversicherung.

Weitere und vor allem ausführlichere Informationen zur 50,2-Hz-Problematik von Solar-Wechselrichtern.

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Sonne Wind & Wärme berichtet über Sicherheit statt Spannung bei PV-Anlagen

In der aktuellen Sonne Wind & Wärme (Ausgabe 10/2012) wird ab Seite 54 über „Sicherheit statt Spannung“ bei Photovoltaikanlagen berichtet. Hauptthema des Artikels ist die spannungsfreie Abschaltung von Solarstromanlagen im Brandfall. Denn PV-Anlagen, die unter Spannung stehen, können zu einer Gefahr für Feuerwehrleute werden.

In dem Artikel bezieht sich das Fachmagazin u.a. auf die Feuerwehrstudie vom PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler, die uns im Februar 2012 exklusiv in unserem Blog zur Verfügung gestellt wurde. Auch auf unseren Photovoltaikversicherungs-Blog wird hingewiesen.

Wir haben die Feuerwehrstudie in insgesamt sechs Teile aufgegliedert. Den ersten Teil finden Sie unter „Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1„.

Wir möchten noch einmal darauf hinweise wie wichtig es ist, die eigene Photovoltaikanlage entsprechend zu versichern. Allgefahrenversicherungen decken Schäden durch Brände umfassend ab.

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 6

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Internetportal

Wäre ein Internetportal mit Smartphoneapplikation (z.B. für das Iphone) sinnvoll, das vor dem Ausrücken zum Brandort besucht werden kann um dort zu erfahren, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem brennenden Gebäude oder Nachbargebäude befindet?

Nur 26,06% (603 Nennungen) der Feuerwehrleute würden ein Internetportal mit Smartphoneanbindung als für sinnvoll erachten.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Internetportal

Anmerkung:

Die Entwicklung eines solchen Portals könnte durch eine staatliche Stelle erfolgen. Die Daten könnten durch die Bundesnetzagentur abgefragt werden, die ohnehin von Solaranlagenbetreibern gemäß § 16 Abs. 2 S. 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Daten anfordern.

Dazu müsste lediglich das Formular der Bundesnetzagentur zur Meldung von Photovoltaikanlagen um wenige Abfragen erweitert werden. Der Betreiber einer Anlage müsste in diesem Fall nur noch zustimmen (im besten Falle verpflichtet werden), dass seine Daten in diesem Portal gespeichert werden, um so im Brandfall die Daten ausschließlich an die örtliche Feuerwehr weitergeben zu können.

Verpflichtung

Bei wem sehen Feuerwehrleute die Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen, die von einer Photovoltaikanlage ausgehen (Eigentümer und Besitzer müssen zwangsläufig nicht ein und dieselbe Person sein)?

66,31% (1.425 Nennungen) der Feuerwehrleute sehen Eigentümer und Besitzer von Solarstromanlagen in der Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Verpflichtung

Haftung

Sollte der Betreiber einer Photovoltaikanlage, im Falle eines durch die Photovoltaikanlage verunglückten Feuerwehrmannes, dafür haftbar gemacht werden, sofern nicht eindeutig auf eine Photovoltaikanlage hingewiesen wurde?

Über 57,31% (1.223 Nennungen) der Feuerwehrleute würden Betreiber von Photovoltaikanlagen dafür haftbar machen, wenn mangels Hinweis auf eine Photovoltaikanlage an den Gebäuden ein Feuerwehrmann verunglückt.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Haftung

Fazit der Studie

Die Studie macht deutlich, dass es an Schulungen für Feuerwehrleute beim Umgang mit Photovoltaikanlagen zum Zeitpunkt der Erhebung mangelt. Zudem wird deutlich, dass sich Feuerwehrleute auf Grund der mangelnden Ausbildung in diesem Bereich bei Problemen umgehend und richtigerweise an den Einsatzleiter wenden. Was nur, wenn dieser ebenfalls in diesem Segment keine Schulung oder dergleichen genossen hat? Falsch wäre es reine Schulungen aufzubauen, die sich ausschließlich der Photovoltaiktechnik widmen, denn eine Photovoltaikanlage ist nichts weiter als eine herkömmliche elektrische Anlage.

Der richtige Weg

Da aber Photovoltaikanlagen mittlerweile öfters vorkommen als Unternehmen, in denen elektrische Anlagen vorhanden sind, sollten Feuerwehrleute verstärkt im allgemeinen Umgang mit elektrischen Anlagen geschult werden. Speziell die Einsatzleiter und deren Vertreter müssen ausreichend geschult sein, um der Mannschaft in jeder Hinsicht die richtigen Anweisungen geben zu können.

Wie sich auch zeigt, wird im Brandfall immer noch zu wenig von einer vorhandenen Solarstromanlage ausgegangen. Oftmals sind diese auf den Dächern nicht sofort ersichtlich. Die Einleitung eines normalen Löschvorgangs kann sich daher verheerend auf die Sicherheit der Feuerwehrleute auswirken. Es bedarf daher dringend einer Vorschrift, dass alle Gebäude, auf denen sich Photovoltaikanlagen befinden, mit einem entsprechenden Hinweisschild gekennzeichnet werden müssen. Auch sollten Feuerwehrleute durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale noch vor der Brandbekämpfung über das Vorhandensein einer Solarstromanlage informiert werden.

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen PV - Achtung Solaranlage

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen "PV - Achtung Solaranlage" von PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler

Auch ist in der Studie von Feuerwehrschaltern die Rede, die die Solarstromanlage im Brandfall spannungsfrei schalten können, so dass keine gefährlichen Spannungen mehr anliegen. Auch der Einbau einer solchen Vorrichtung müsste für Solaranlagenbetreiber Pflicht werden.

Es empfiehlt sich auch nicht, ein extra Sonderlöschmittel für Photovoltaikanlagen zu entwickeln, denn richtig angewandt, können auch elektrische Anlagen mit herkömmlichen Wasser gelöscht werden.

Fazit: Photovoltaikanlagen sind keine Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung, sofern die Regeln zur Löschung von elektrischen Anlagen eingehalten werden. Gefahren von herab fallenden Gegenständen von einem Dach gibt es auch ohne Photovoltaikanlage.

Nun sind die entsprechenden Verbände in der Pflicht, die richtigen Vorschriften zu erlassen.

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 5

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den fünften und vorletzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Hinweisschilder

Die Feuerwehrleute wurden gefragt, ob es vor jedem Gebäude, auf dem sich eine Photovoltaikanlage befindet, deutlich sichtbare Hinweisschilder geben sollte.

Über 78,40% (1.673 Nennungen) der Feuerwehrleute sind der Meinung, dass an Gebäuden mit einer vorhandenen Solarstromanlage zur Kennzeichnung unbedingt ein Hinweisschild (Brandschutzkennzeichen) angebracht werden soll.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Hinweisschilder an Gebäuden

Feuerwehr-Einsatzzentrale

Befinden es Feuerwehrleute für sinnvoll, wenn die Feuerwehr-Einsatzzentrale bei der Meldung eines Brandes, Hinweise auf eine Photovoltaikanlage gibt (auch auf PV-Anlagen auf Nachbargebäuden)?

Über 80,18% (1.711 Nennungen) der Feuerwehrleute fänden es sinnvoll, schon während des Notrufs durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale auf eine vorhandene Photovoltaikanlage hingewiesen zu werden. Dies bezieht sich auch auf vorhandene Photovoltaikanlagen auf Nachbargebäuden.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Meldung bei der Feuerwehr-Einsatzzentrale

Anlage spannungsfrei schalten

Sollte ein Schalter vor dem Gebäude in einem verschließbaren Kasten vorhanden sein, mit dem die Photovoltaikanlage stromfrei/spannungsfrei geschalten werden kann (z.B. mit Schlüssel nur für Feuerwehren)?

Auch das Thema Feuerwehrschalter rückt immer mehr in das Bewusstsein von Feuerwehrleuten. So fordern 81,26% (1.734 Nennungen) einen Feuerwehrschalter, um Photovoltaikanlagen im Notfall spannungsfrei schalten zu können.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Photovoltaikanlage strom-und spannungsfrei schalten

Zusätzliche Hilfsmittel

Welche zusätzlichen Hilfsmittel oder zusätzlichen Gerätschaften wünschen sich Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung von Gebäuden mit einer Photovoltaikanlage?

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  • Keine weiteren Hilfsmittel oder Gerätschaften notwendig
  • Ausgebildete Feuerwehrleute
  • Feuerwehrschalter im oder am Gebäude
  • Ausführlicher Plan der Photovoltaikanlage im Eingangsbereich
  • Anzeige am Gebäude, ob bei der Photovoltaikanlage gerade Spannung anliegt
  • Fernschaltung, um die Photovoltaikanlage abschalten zu können

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Wir erhalten als bisher einziges Unternehmen die Möglichkeit, Ihnen exklusive Einblicke in die Ergebnisse der Feuerwehrstudie vom PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler zu gewähren. Der Titel der Studie lautet „Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?„. Die spannenden Ergebnisse möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Fakten zur Umfrage

Die Onlineumfrage fand zwischen dem 01.01.2011 und dem 31.03.2011 statt. An der Befragung beteiligten sich über 2.134 Feuerwehrleute aus dem ganzen Bundesgebiet. Obwohl schon fast ein Jahr alt, sind die Ergebnisse noch immer sehr aussagekräftig. Mittlerweile hat sich auch am Photovoltaikmarkt einiges getan um den Feuerwehrleuten bei einem Gebäudebrand, bei dem eine Solarstromanlage involviert ist, entsprechend Schutz zu gewährleisten.

Hintergrund zur Durchführung dieser Studie

Photovoltaikanlagen (auch Solaranlagen oder Solarstromanlagen genannt) erzeugen Strom durch Sonnenlicht. Auf die Solarmodule einfallende Sonnenstrahlen werden in Strom umgewandelt und dieser zum Wechselrichter geleitet. Der Wechselrichter wiederum wandelt den Strom in Wechselstrom um und speist diesen in den meisten Fällen in das öffentliche Stromnetz ein. Auf der Gleichstromseite (zwischen Solarmodulen und Wechselrichter) kann eine Spannung von bis zu 1.000 V anliegen. Diese Spannung kann aber bei Sonnenschein nicht abgeschaltet werden und dies kann unter Umständen eine große Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung darstellen.

Sind Photovoltaikanlagen auf einem brennenden Gebäude für Feuerwehrleute wirklich so gefährlich oder wird das durch die Medien nur dramatisiert? Lassen Feuerwehren brennende Gebäude mit Solarstromanlagen wirklich kontrolliert abrennen? Welche Möglichkeiten bestehen, um Feuerwehrleuten nicht der Gefahr einer Verletzung durch die Solarstromanlage auszusetzen? Diese und weitere Fragen möchte die Studie beantworten.

Wichtige und signifikante Ergebnisse auf einen Blick

  • Über 2.134 Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der Onlineumfrage in einem Zeitraum von drei Monaten teil.
  • Alarmierende 54,31% der Feuerwehrleute sind weder ausreichend geschult, noch ausreichend informiert und mit dem Thema vertraut.
  • Die Sicherheit der Mannschaft ist bei der Brandbekämpfung vorrangig. Das gaben 90,20% der Probanden an.
  • Nur 10,97% der Feuerwehren begutachten die Gebäude vor dem Löschvorgang von allen Seiten, da diese immer von einer Photovoltaikanlage ausgehen.
  • Von den Feuerwehrleuten, denen die Feuerwehr-Einsatzkarte bekannt ist, befinden 43,75% die Einsatzkarte als einen nützlichen, 56,24% (622 Nennungen) als keinen nützlichen Leitfaden.
  • Über 78,40% (1.673 Nennungen) der Feuerwehrleute sind der Meinung, dass an Gebäuden mit einer vorhandenen Solarstromanlage zur Kennzeichnung unbedingt ein Hinweisschild angebracht werden soll.
  • Die Forderung nach Feuerwehrschaltern, um die Photovoltaikanlage im Brandfall spannungsfrei schalten zu können, wird immer lauter.

Zugehörigkeit der Feuerwehrleute

Von den 2.134 befragten Probanden sind über 85,6% bei der freiwilligen Feuerwehr. 9,79% der Probanden sind bei der Berufsfeuerwehr und nur 4,59% der Teilnehmer bei einer Werkfeuerwehr beschäftigt.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Zugehörigkeit

Die Gruppe der freiwilligen Feuerwehren ist in Deutschland am häufigsten vertreten. Hingegen sind Berufsfeuerwehren überwiegend in Ballungszentren anzutreffen. Werkfeuerwehren dagegen sind Feuerwehren im Dienste von Unternehmen wie z.B. in der Chemieindustrie.

Brandbekämpfung

Von den 2.134 Probanden waren bisher 7,17% (153 Nennungen) bei der Bekämpfung eines Brandes vor Ort, bei dem ein Gebäude mit einer Photovoltaikanlage brannte. Von den 153 Probanden sind 92,16% von der freiwilligen Feuerwehr und 7,84 von der Berufsfeuerwehr.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Brandbekämpfung

Reaktion während der Brandbekämpfung

Wie haben die Feuerwehrleute bzw. die Mannschaft reagiert, nachdem diese von der Photovoltaikanlage während des Brandes erfahren haben?

Es gab nur drei Antworten der 153 Probanden auf diese Frage. In der Regel wird als erstes der Einsatzleiter über die vorhandene Photovoltaikanlage informiert. Dieser wiederum veranlasst die weitere Vorgehensweise.

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Einsatzleiter informiert
  2. Löschvorgang kurzzeitig eingestellt
  3. Mannschaftskameraden informiert

Eingeleitete Schritte

Nachdem der Einsatzleiter über die vorhandene Photovoltaikanlage informiert wurde, wurde der normale Löschvorgang fortgesetzt, mit dem Unterschied, dass der Abstand zum brennenden Gebäude erhöht wurde.

Sicherheit

Im Vordergrund stand den Probanden bei der Brandbekämpfung die Sicherheit der Mannschaft. Über 90,20% (138 Nennungen) der Probanden geht die Sicherheit der eigenen Mannschaft vor der eigenen Sicherheit bzw. der Sicherheit von in Gebäuden befindlichen Personen.

  • Die Sicherheit der Mannschaft (90,20%)
  • Die eigene Sicherheit (4,58%)
  • Die Sicherheit von evtl. im Gebäude befindlichen Personen (4,58%)
  • Die Sicherheit von evtl. im Nachbargebäude befindlichen Personen (0,65%)

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Sicherheit

Kontrolliertes Abbrennen

Medienberichten zufolge werden Gebäude, auf denen sich Solarstromanlagen befinden, durch Feuerwehren kontrolliert abgebrannt. Von den 153 Probanden bestätigten nur 5,88%, dass Gebäude bei deren Einsatz unter Kontrolle abbrannten. Dieses Ergebnis gibt aber keinen Rückschluss darauf, dass generell 5,88% der Einsätze, bei denen Photovoltaikanlagen involviert sind, kontrolliertes Abbrennen die Regel ist. Es handelt sich um lediglich 9 Fälle, in denen so gehandelt wurde.

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum zweiten Teil unserer Reihe „Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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