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Photovoltaikversicherung im Wandel

Kaum ein Tag vergeht, an dem man nichts über Neuerungen im Bereich der Photovoltaikversicherung hört. Leider sind es in der letzten Zeit überwiegend schlechte Nachrichten. Schon vor zwei Jahren haben wir prophezeit, dass die Wahl der richtigen Versicherungsgesellschaft zukünftig von Bedeutung sein wird. Heute bekommen wir die Bestätigung, denn einige starke Photovoltaik-Versicherer haben aufgrund der Schadensituation quasi die Notbremse gezogen.

Höhere Risiken werden gekündigt

Ein großer amerikanischer Versicherer hat z. B. alle unliebsamen Photovoltaik-Risiken gekündigt. Darunter fielen z. B. Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben, auf niedrigen Dächern und auf Betriebsgebäuden mit erhöhter und leicht erhöhter Feuergefahr. Ähnliches haben auch Versicherungsnehmer von deutschen Versicherern erfahren.

Schäden führen vermehrt zu Vertragskündigungen

Zahlreiche Versicherer kündigen Verträge bereits nach einem Schaden. Hier kann man zweifelslos nicht alle Versicherer über einen Kamm scheren, da nicht jeder Einzelfall bekannt ist. Vor Jahren wurde gekündigt, wenn weitere Schäden an der Anlage vorprogrammiert waren und der Anlagenbetreiber nichts daran ändern wollte oder konnte. Heute merken wir jedoch, dass immer mehr Anfragen, mit einem gekündigten Vorvertrag aufgrund geringfügiger Vorschäden, an uns herangetragen werden.

Versicherungsschutz für ältere Anlagen wird abgelehnt

Da der Photovoltaikmarkt noch relativ neu ist, oder eher gesagt, erst in den letzten 6 bis 7 Jahren zum Massenmarkt wurde, haben die Versicherer, wie viele andere auch, erst ein mal Erfahrungen sammeln müssen. Heute ist alles transparenter, mit Statistiken belegt und somit kalkulierbarer. Das allerdings bewegt die Anbieter von Photovoltaikversicherungen immer mehr dazu, ältere Photovoltaikanlagen nicht mehr zu versichern, da das Schadenrisiko bzw. die Schadenhöhe und auch die Auswirkung von Langzeitschäden mit steigendem Alter zu nimmt. So haben viele Versicherungsunternehmen bereits heute Annahmerichtlinien, die besagen, dass nur noch Neuanlagen oder Anlagen bis zu einem Maximalalter von z. B. 3 oder 5 Jahren angenommen werden.

Fazit:

Gerade Betreiber von älteren Photovoltaikanlagen (älter 5 Jahre) werden heute und auch zukünftig nur noch erschwert einen adäquaten Versicherungsschutz im Rahmen einer guten Allgefahrenversicherung erhalten. Sind zudem Vorschäden zu verzeichnen, so kann es durchaus sein, dass der Versicherungsschutz nur mit einer enorm hohen Selbstbeteiligung und einem entsprechend hohem Beitrag erhältlich ist oder eventuell gänzlich abgelehnt wird. Noch schlechter schaut es aus, wenn der Versicherer aufgrund von Schäden den Vertrag kündigt – einen Folgeversicherer mit sehr guten Leistungen zu finden, dürfte nahezu aussichtslos sein!

Wer in der Vergangenheit lediglich auf günstige Beiträge achtete, oder die Photovoltaikanlage in die Wohngebäudeversicherung eingeschlossen hat um eventuell später eine Photovoltaik-Allgefahrenversicherung zu beantragen, sollte möglichst schnell umsteigen. Denn ist die Photovoltaikanlage zu alt oder gar mit Schäden belastet, könnte es zu spät sein.rosa-photovoltaik.gif

P.S.: Hat bereits jemand Erfahrungen mit den hier beschriebenen Praktiken gemacht, so freuen wir uns über einen entsprechenden Kommentar!

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Photovoltaikanlagen – Unwetterschäden

Durch die Unwetter der vergangenen Tage, speziell in Nordrhein-Westfalen, wurden zahlreiche Photovoltaikanlagen beschädigt. Gemeldet wurden uns überwiegend direkte Blitzeinschläge, Überspannungsschäden und Sturmschäden. Neben der zeitnahen Schadenmeldung gegenüber dem Versicherer oder Versicherungsmakler ist es wichtig, sich im Schadenfall korrekt zu verhalten. Es besteht u. a. für jeden Versicherungskunden eine Schadenminderungspflicht. Dies bedeutet, dass der Versicherungsnehmer, im Rahmen des Möglichen, den Schaden so gering wie möglich zu halten hat – dies gilt für den versicherten Sachschaden und die PV-Ertragsausfallversicherung. Hier erhalten Sie weitergehende Informationen zum richtigen Verhalten im Schadensfall.

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Wenn Betreiber von Solaranlagen am falschen Ende sparen

In den meisten Fällen werden Solarstromanlagen von Eigenheimbesitzern über Banken finanziert. Umso ratsamer ist es, die getätigte Investition entsprechend abzusichern bzw. zu versichern. Die meisten Banken verlangen den Abschluss einer Versicherung, so dass Kreditnehmer im Schadenfall auch den  Kapitaldienst (Darlehen und Zinsen) weiter bedienen können. Dabei kann es sich um eine spezielle Photovoltaikversicherung handeln oder um die Absicherung der PV-Anlage über die bestehende Wohngebäudeversicherung. Für eine Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus fallen jährlich gerade einmal zwischen 70 und 100 Euro Beitrag  für eine Photovoltaik-Versicherung an. Das sollte die ordentliche Sicherung der Investition schon wert sein. Dennoch sparen viele Anlagenbetreiber am falschen Ende, wie auch eine Sendung von rbb anhand eines sehr oft auftretenden Falles erläutert.

Der Fernsehsender rbb berichtete am gestrigen Abend in seiner Sendung “was! Wirtschaft Arbeit Sparen” über das Thema „Policen für Solarmodule“. Wobei hier nicht die Versicherung ausschließlich für Solarmodule, sondern die Photovoltaikversicherung für die gesamte Peripherie gemeint ist. In dem Beitrag geht es u.a. um einen Betreiber einer Solaranlage, dessen Anlage auf Grund eines Brandes zerstört wurde. Die Anlage wurde über einen Kredit finanziert, die Absicherung erfolgte über die Gebäudeversicherung. Fatal, denn die Versicherung stellt sich quer und möchte derzeit lediglich den Zeitwert der Anlage erstatten. Problem ist nur, dass der Kapitaldienst in Höhe der damaligen Anschaffungskosten in Höhe von 21.000 Euro weiterhin läuft und der Zeitwert gerade mal die Hälfte der Investition ausmacht. Der Kapitaldienst hingegen muss weiter bedient werden, auch wenn im Moment keine Erträge wegen der Deinstallation der Anlage zu erwirtschaften sind. So stellte sich die falsche Absicherung der Photovoltaikanlage als ein finanzielles Risiko dar. Eine Wohngebäudeversicherung kann nun mal nicht mit den Leistungen einer speziellen Photovoltaikversicherung mithalten.

Versicherungsmakler für Photovoltaikversicherungen Gerd Rosanowske (Quelle: rbb)Bild: GF Gerd Rosanowske (Versicherungsmakler Rosanowske GmbH & Co. KG, www.rosa-photovoltaik.de) im Fernsehbeitrag von rbb (Quelle: rbb)

Photovoltaikversicherungen werden zwangsläufig teurer

Da die Schadenquoten bei den Versicherungsgesellschaften drücken, prüfen zahlreiche Versicherer derzeit die bestehenden Verträge und PV-Anlagen auf ihre Risiken. Risikobehaftete Solaranlagen werden immer häufiger aussortiert oder der Versicherungsschutz wird modifiziert. Umkehrschluss: Entweder steigen die jährlichen Beiträge oder die Leistungen sinken, um das Risiko der Versicherer zu minimieren. In letzter Instanz wird der Vertrag einfach gekündigt. Die Schadenabwicklung erfolgt zunehmend mit immer spitzer werdenden Bleistiften, denn die erhöhten Schadenquoten machen den Versicherern immer mehr zu schaffen.

Geschäftsführer Gerd Rosanowske, der im rbb-Beitrag ebenfalls zu Wort kommt, sagt: „Derzeit sind ältere Anlage noch zu versichern, dort kann durchaus der Photovoltaikversicherer noch gewechselt werden. Mittelfristig sind aber Beitragserhöhungen von bis zu 30 Prozent zu erwarten und Kunden müssen im Schadenfall damit rechnen, gekündigt zu werden.“

Die damals preisorientierte Entscheidung, ohne Leistungen mit einzubeziehen, könnte den Anlagenbetreiber bald wieder einholen. Ob überhaupt, wann und wer mit Kündigungen, Leistungsreduktionen oder neuen Sicherheitsanforderungen loslegt, kann niemand vorhersagen – vermutlich werden es die Billig-Billig-Anbieter oder die enorm ertragsorientierten ausländischen Versicherer sein. Egal wer den Anfang macht, im Falle des Falles dürfte es für den Anlagenbetreiber sehr schwierig sein, einen adäquaten Folgeversicherer zu finden.

Der Markt der Photovoltaikversicherungen wird für viele Versicherer zunehmend unrentabler. Der Grund ist einfach: Der Photovoltaikmarkt erreichte die letzten Jahre ungeahnte Dimensionen. Immer mehr Versicherer haben sich der Thematik angenommen und wollten den bisherigen Platzhirschen das Revier streitig machen. Um möglichst viele Kunden und Anlagen zu versichern, wurde der Markt mit günstigen Policen überflutet. Der Wettbewerbsdruck tat sein Übriges – nur langfristige, einschlägige Erfahrungen mit Schäden gab es noch keine. Laut der Versicherungsbranche sind, neben Feuer-, Sturm-, Hagel-, Schneelast- und Überspannungsschäden, eine hohe Anzahl der Schäden auf eine unsachgemäße Montage und Materialfehler zurückzuführen.

Lesenswert: Einer unserer Kunden hat uns seinen persönlichen Erfahrungsbericht zukommen lassen, den wir auf Wunsch veröffentlicht haben. „Warum der Beitrag einer Photovoltaikversicherung nicht entscheidend ist

Um nicht den gesamten Fernsehbeitrag von rbb vorweg zu nehmen, gibt es hier den Link dazu „was! Wirtschaft Arbeit Sparen – Policen für Solarmodule„.

Wer sich für einen Wechsel seiner Photovoltaikversicherung interessiert, findet weitere Informationen auf unserer Seite „Photovoltaikversicherung wechseln leicht gemacht!„.

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Photovoltaik-Versicherung – der Schadenfall

Jeder hofft, dass der Versicherungsschaden an der eigenen Photovoltaikanlage niemals eintritt. Wenn es doch passiert, hat man ja „zum Glück“ eine Photovoltaikversicherung! Damit eine reibungslose Schadenregulierung durch den Versicherer erfolgen kann, hat der Versicherungsnehmer jedoch einige Punkte zu beachten.

  • Melden Sie den Schaden an der Photovoltaikanlage umgehend dem Versicherer und kontaktieren Sie Ihren Versicherungsmakler.
  • Als Versicherungsnehmer unterliegen Sie einer vertraglich vereinbarten Schadenminderungspflicht. Daher ist es erforderlich, dass Sie alles Notwendige unternehmen, damit eine Vergrößerung des Schadens verhindert wird.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Schadenhergang, das Schadenbild, die beschädigte oder zerstörte Peripherie möglichst durch Foto oder Film dokumentiert wird.
  • Verändern Sie den Schadenort bis zur Freigabe durch den Versicherer nur dann, wenn Sie dies aus Gründen der Sicherheit für geboten halten.
  • Einbruch- oder Diebstahlschäden sind umgehend der Polizei anzuzeigen. Lassen Sie der Polizei und dem Versicherer umgehend eine Stehlgutliste (Liste der gestohlenen Güter) zukommen. Notieren Sie sich die Kontaktdaten der Polizeidienststelle, des zuständigen Beamten sowie das Aktenzeichen bzw. die Tagebuchnummer. Sollten z. B. nach einem Feuer Gegenstände aufgrund von Diebstahl abhanden gekommen sein, bringen Sie dies bitte auch zur Anzeige.
  • Verwahren Sie alle schadenbedingt zerstörten oder beschädigten Teile bis zur Freigabe oder der Regulierung durch den Versicherer auf.

Reichen Sie die Schadenanzeige (erhältlich beim Versicherer oder Versicherungsmakler) inkl. der erforderlichen Nachweise ein. In der Regel sind, je nach Schadenart, folgende Nachweise erforderlich:

  • Erstanschaffungsrechnung der beschädigten, zerstörten oder abhanden gekommenen Sachen
  • Schriftlicher Nachweis zur Schadenursache und Schadenhöhe durch Hersteller / Solarunternehmen / Fachbetrieb
  • Bilder des Schadens
  • Wiederbeschaffungsrechnung der beschädigten, zerstörten oder abhanden gekommenen Sachen
  • Bei Ertragsausfallschäden eine schriftliche Bestätigung (Solarteur / Hersteller / Fachbetrieb) oder nachvollziehbare Aufzeichnungen/Nachweise durch entsprechende Überwachungskomponenten.

Liegen der Schadenabteilung alle erforderlichen Unterlagen und Nachweise vor,  ist von einer kurzfristigen Regulierung auszugehen.

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Photovoltaikanlage auf Schuldach in Brand geraten

Am Samstag ist eine auf einem Gymnasium in Lahr  installierte Photovoltaikanlage in Brand geraten. Die örtliche Polizei beziffert den Schaden auf ca. 50.000 €.  Ursache des Feuers war ein technischer Defekt an der sromproduzierenden Anlage. Die Feuerwehr hatte den Brand sehr schnell unter Kontrolle und Personen wurden keine verletzt, somit konnte der Schulbetrieb ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

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Photovoltaikanlage vollständig verbrannt

Im Unstrut-Hainich-Kreis (Thüringen) kam es gestern zu einem Brand in einer Lagerhalle auf der eine Photovoltaikanlage installiert war. Die Lagerung von brennbaren Materialien (u. a. Stroh) innerhalb der landwirtschaftlichen Halle erschwerten die Löscharbeiten, da es immer wieder zu neuen Brandherden kam. Insgesamt waren ca. 60 Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung vor Ort. Es wird von einem Totalschaden in millionenhöhe ausgegangen, da die Stahlkonstruktion-Halle zum Teil einstürzte und die Photovoltaikanlage gänzlich verbrannte. Als Ursache des Feuers wird Brandstiftung oder ein technischer Defekt vermutet – die Kriminalpolizei ermittelt derzeit noch.

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Photovoltaik-Schaden: PV-Anlage und Reithalle verbrannt

Es ist wieder mal ein größerer Feuerschaden an einem Gebäude mit Photovoltaikanlage auf dem Dach zu verzeichnen. Es entstand ein Schaden von 500. 000 Euro – inklusive einer auf dem Dach angebrachten Photovoltaik-Anlage, berichtet der Vlothoer Anzeiger. Aufgrund der Strohlagerung in der Halle, hatte das Großaufgebot der Feuerwehr keine Chance die Reithalle zu retten. Ursache des Brandes waren herumzündelnde Kinder. Laut Aussagen des Eigentümers kommt die Versicherung für den Schaden auf .

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