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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 6

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Internetportal

Wäre ein Internetportal mit Smartphoneapplikation (z.B. für das Iphone) sinnvoll, das vor dem Ausrücken zum Brandort besucht werden kann um dort zu erfahren, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem brennenden Gebäude oder Nachbargebäude befindet?

Nur 26,06% (603 Nennungen) der Feuerwehrleute würden ein Internetportal mit Smartphoneanbindung als für sinnvoll erachten.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Internetportal

Anmerkung:

Die Entwicklung eines solchen Portals könnte durch eine staatliche Stelle erfolgen. Die Daten könnten durch die Bundesnetzagentur abgefragt werden, die ohnehin von Solaranlagenbetreibern gemäß § 16 Abs. 2 S. 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Daten anfordern.

Dazu müsste lediglich das Formular der Bundesnetzagentur zur Meldung von Photovoltaikanlagen um wenige Abfragen erweitert werden. Der Betreiber einer Anlage müsste in diesem Fall nur noch zustimmen (im besten Falle verpflichtet werden), dass seine Daten in diesem Portal gespeichert werden, um so im Brandfall die Daten ausschließlich an die örtliche Feuerwehr weitergeben zu können.

Verpflichtung

Bei wem sehen Feuerwehrleute die Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen, die von einer Photovoltaikanlage ausgehen (Eigentümer und Besitzer müssen zwangsläufig nicht ein und dieselbe Person sein)?

66,31% (1.425 Nennungen) der Feuerwehrleute sehen Eigentümer und Besitzer von Solarstromanlagen in der Pflicht, Personen vor Gefahren zu schützen.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Verpflichtung

Haftung

Sollte der Betreiber einer Photovoltaikanlage, im Falle eines durch die Photovoltaikanlage verunglückten Feuerwehrmannes, dafür haftbar gemacht werden, sofern nicht eindeutig auf eine Photovoltaikanlage hingewiesen wurde?

Über 57,31% (1.223 Nennungen) der Feuerwehrleute würden Betreiber von Photovoltaikanlagen dafür haftbar machen, wenn mangels Hinweis auf eine Photovoltaikanlage an den Gebäuden ein Feuerwehrmann verunglückt.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Haftung

Fazit der Studie

Die Studie macht deutlich, dass es an Schulungen für Feuerwehrleute beim Umgang mit Photovoltaikanlagen zum Zeitpunkt der Erhebung mangelt. Zudem wird deutlich, dass sich Feuerwehrleute auf Grund der mangelnden Ausbildung in diesem Bereich bei Problemen umgehend und richtigerweise an den Einsatzleiter wenden. Was nur, wenn dieser ebenfalls in diesem Segment keine Schulung oder dergleichen genossen hat? Falsch wäre es reine Schulungen aufzubauen, die sich ausschließlich der Photovoltaiktechnik widmen, denn eine Photovoltaikanlage ist nichts weiter als eine herkömmliche elektrische Anlage.

Der richtige Weg

Da aber Photovoltaikanlagen mittlerweile öfters vorkommen als Unternehmen, in denen elektrische Anlagen vorhanden sind, sollten Feuerwehrleute verstärkt im allgemeinen Umgang mit elektrischen Anlagen geschult werden. Speziell die Einsatzleiter und deren Vertreter müssen ausreichend geschult sein, um der Mannschaft in jeder Hinsicht die richtigen Anweisungen geben zu können.

Wie sich auch zeigt, wird im Brandfall immer noch zu wenig von einer vorhandenen Solarstromanlage ausgegangen. Oftmals sind diese auf den Dächern nicht sofort ersichtlich. Die Einleitung eines normalen Löschvorgangs kann sich daher verheerend auf die Sicherheit der Feuerwehrleute auswirken. Es bedarf daher dringend einer Vorschrift, dass alle Gebäude, auf denen sich Photovoltaikanlagen befinden, mit einem entsprechenden Hinweisschild gekennzeichnet werden müssen. Auch sollten Feuerwehrleute durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale noch vor der Brandbekämpfung über das Vorhandensein einer Solarstromanlage informiert werden.

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen PV - Achtung Solaranlage

Feuerwehrschild für Photovoltaikanlagen "PV - Achtung Solaranlage" von PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler

Auch ist in der Studie von Feuerwehrschaltern die Rede, die die Solarstromanlage im Brandfall spannungsfrei schalten können, so dass keine gefährlichen Spannungen mehr anliegen. Auch der Einbau einer solchen Vorrichtung müsste für Solaranlagenbetreiber Pflicht werden.

Es empfiehlt sich auch nicht, ein extra Sonderlöschmittel für Photovoltaikanlagen zu entwickeln, denn richtig angewandt, können auch elektrische Anlagen mit herkömmlichen Wasser gelöscht werden.

Fazit: Photovoltaikanlagen sind keine Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung, sofern die Regeln zur Löschung von elektrischen Anlagen eingehalten werden. Gefahren von herab fallenden Gegenständen von einem Dach gibt es auch ohne Photovoltaikanlage.

Nun sind die entsprechenden Verbände in der Pflicht, die richtigen Vorschriften zu erlassen.

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 5

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den fünften und vorletzten Teil unserer Reihe “Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?”. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Hinweisschilder

Die Feuerwehrleute wurden gefragt, ob es vor jedem Gebäude, auf dem sich eine Photovoltaikanlage befindet, deutlich sichtbare Hinweisschilder geben sollte.

Über 78,40% (1.673 Nennungen) der Feuerwehrleute sind der Meinung, dass an Gebäuden mit einer vorhandenen Solarstromanlage zur Kennzeichnung unbedingt ein Hinweisschild (Brandschutzkennzeichen) angebracht werden soll.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Hinweisschilder an Gebäuden

Feuerwehr-Einsatzzentrale

Befinden es Feuerwehrleute für sinnvoll, wenn die Feuerwehr-Einsatzzentrale bei der Meldung eines Brandes, Hinweise auf eine Photovoltaikanlage gibt (auch auf PV-Anlagen auf Nachbargebäuden)?

Über 80,18% (1.711 Nennungen) der Feuerwehrleute fänden es sinnvoll, schon während des Notrufs durch die Feuerwehr-Einsatzzentrale auf eine vorhandene Photovoltaikanlage hingewiesen zu werden. Dies bezieht sich auch auf vorhandene Photovoltaikanlagen auf Nachbargebäuden.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Meldung bei der Feuerwehr-Einsatzzentrale

Anlage spannungsfrei schalten

Sollte ein Schalter vor dem Gebäude in einem verschließbaren Kasten vorhanden sein, mit dem die Photovoltaikanlage stromfrei/spannungsfrei geschalten werden kann (z.B. mit Schlüssel nur für Feuerwehren)?

Auch das Thema Feuerwehrschalter rückt immer mehr in das Bewusstsein von Feuerwehrleuten. So fordern 81,26% (1.734 Nennungen) einen Feuerwehrschalter, um Photovoltaikanlagen im Notfall spannungsfrei schalten zu können.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Photovoltaikanlage strom-und spannungsfrei schalten

Zusätzliche Hilfsmittel

Welche zusätzlichen Hilfsmittel oder zusätzlichen Gerätschaften wünschen sich Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung von Gebäuden mit einer Photovoltaikanlage?

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  • Keine weiteren Hilfsmittel oder Gerätschaften notwendig
  • Ausgebildete Feuerwehrleute
  • Feuerwehrschalter im oder am Gebäude
  • Ausführlicher Plan der Photovoltaikanlage im Eingangsbereich
  • Anzeige am Gebäude, ob bei der Photovoltaikanlage gerade Spannung anliegt
  • Fernschaltung, um die Photovoltaikanlage abschalten zu können

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum sechsten und letzten Teil unserer Reihe “Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 3

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

Exklusiv für die treuen Leser unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s, veröffentlichen wir den dritten Teil unserer Reihe „Photovoltaikanlagen – Gefahr für Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung?“. Sofern Sie den ersten Teil noch nicht gelesen haben, so können Sie dies nacholen: Einmalig: Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 1

Nachbargebäude

Sollten bei einem Brand auch Photovoltaikanlagen auf Nachbargebäuden spannungsfrei geschalten werden?

Über 55,39% der Probanden (1.182 Nennungen) sind der Meinung, dass bei einem Brand die Photovoltaikanlage auf dem Nachbargebäude aus Sicherheitsgründen spannungsfrei geschalten werden sollte.

Photovoltaikstudie - Feuerwehrstudie - Nachbargebäude
Löschmittel

Welche Eigenschaften sollte das Löschmittel beim Brand einer Photovoltaikanlage besitzen (z.B. wasserfest, dickflüssig, schaumartig etc.) oder was würden Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung einsetzen?

Die meisten der Probanden bevorzugen beim Löscheinsatz weiterhin Wasser, da die elektrische Leitfähigkeit von Wasser einschätzbar ist und befinden den Einsatz von Sonderlöschmitteln auf Grund der geringen Einsatzhäufigkeit für nicht sinnvoll.

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Wasser
  2. Schaum
  3. Klebrige und lichtundurchlässige Flüssigkeit
  4. Pulver
  5. Gelartige und lichtundurchlässige Flüssigkeit

Auswirkungen auf Nachbargebäude

Wie wirkt sich bei der Brandbekämpfung eine Photovoltaikanlage auf einem Nachbargebäude auf die Löschsituation aus?

Die meisten der Probanden sind der Meinung, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Nachbargebäude, das sich unmittelbar neben dem Brandort befindet, keine Auswirkungen bzw. keinen Einfluss auf die Brandbekämpfung hat. In erster Linie könnte man wirklich davon ausgehen, dass dies so ist. Die wenigsten der Probanden erkennen wirklich eine Gefahr darin, denn durch die Strahlungshitze können an der Photovoltaikanlage des Nachbargebäudes die Isolationen der Kabel schmelzen und so wiederum offene Kontakte entstehen. In diesem Fall ist ebenfalls mit hohen Spannungen zu rechnen, da Nachbargebäude vor Übergreifen des Feuers (z.B. durch Funkenflug) geschützt werden müssen.

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Wirkt sich nicht aus /Kein Einfluss
  2. Sicherheitsabstände sind einzuhalten (z.B. Reihenhaus)
  3. Gefahren durch Funkenflug
  4. Vorsicht vor Spannungen durch defekte Leitungen (Strahlungshitze)
  5. Erhöhter Aufwand durch Sicherung des Nachbargebäudes

Sicherheitsrisiken

Welche Sicherheitsrisiken birgt die Brandbekämpfung eines Gebäudes mit einer Photovoltaikanlage für Feuerwehrleute?

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Stromschlag durch hohe Spannungen
  2. Absturz von Solarmodulen und sonstigen Anlageteilen (Trümmerschatten)
  3. Giftige Gase bei Verbrennung von Solarzellen
  4. Lichtbögen

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum vierten Teil unserer Reihe “Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie – Teil 2

Liebe Leser/Innen unseres Photovoltaikversicherung-Blog´s!

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Eintreffen am Brandort

Was geschieht denn nun, wenn beim Eintreffen der Feuerwehr am Brandort vorerst keine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude ersichtlich ist?

Sofern vorerst keine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude beim Eintreffen der Feuerwehr am Brandort ersichtlich ist, wird der gewöhnliche Löschvorgang eingeleitet. Das gaben 72,07% (1.538 Nennungen) der Probanden an. Dies muss aber nicht bedeuten, dass sich überhaupt keine Solarstromanlage auf dem Dach befindet. Nur 16,96% (362 Nennungen) der Probanden holen vorher bei Personen vor Ort Erkundungen ein. 10,97% (234 Nennungen) der Probanden begutachten das Gebäude vor dem Löschvorgang von allen Seiten, da generell von einer Photovoltaikanlage ausgegangen wird.

Reaktion

Die Reaktion der Feuerwehren ist sehr unterschiedlich, sofern während der Brandbekämpfung plötzlich in Erfahrung gebracht wird, dass sich eine Solarstromanlage auf dem Gebäude befindet. Auch hier wird als erstes der Einsatzleiter informiert. Auch erwarten die Feuerwehren einen Feuerwehrschalter, der die Anlage im Brandfall spannungsfrei schalten kann. Leider ist so eine Vorrichtung noch keine Vorschrift und auch kaum bei bestehenden Anlagen vorhanden. Die wenigsten würden die Gebäude kontrolliert abbrennen lassen.

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Informieren des Einsatzleiters bzw. der Mannschaft
  2. Sofortiges Einstellen der Löscharbeiten
  3. Einsatzkräfte vorerst zurückziehen
  4. Solarstromanlage spannungsfrei schalten (Feuerwehrschalter)
  5. Löschtaktik ändern und Sicherheitsabstand einhalten
  6. Sicherheitshinweise an die Mannschaft weitergeben
  7. Normalen Löschvorgang fortsetzen
  8. Sicherheitsabstände für elektrische Anlagen einhalten
  9. Vorerst Informationen von einem Sachkundigen einholen
  10. Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude unterbinden
  11. Erkundungen beim Hausbesitzer einholen
  12. Gebäude gezielt abbrennen lassen

Vorbereitungen

Welche Vorbereitungen hätten Feuerwehrleute treffen können, sofern diese vor der Brandbekämpfung über eine Photovoltaikanlage informiert worden wären?

Die häufigste Nennung ist das Nachalarmieren eines Sachkundigen. Weitere Probanden greifen auf vorhandene Merkblätter oder Einsatzpläne zurück. Hier wird ganz deutlich, dass starker Schulungsbedarf bei den Feuerwehren besteht. Die wenigsten wissen wirklich, wie sie bei der Brandbekämpfung vorgehen sollen.

Reihenfolge nach der häufigsten Nennung:

  1. Sachkundigen nachalarmieren
  2. Merkblätter berücksichtigen
  3. Feuerwehr- oder andere Einsatzpläne vorab studieren
  4. Mannschaft informieren
  5. Feuerwehrschalter suchen und Anlage spannungsfrei schalten
  6. Sonderlöschmittel nachalarmieren
  7. Besondere Vorsicht bei der Brandbekämpfung an Gebäuden mit elektrischen Anlagen
  8. Vorgehen nach ereignisbezogenem Einsatzplan
  9. Vollstrahl vermeiden, Sprühstrahl einsetzen
  10. Sicherheitsabstand zum Gebäude einhalten

Mit freundlicher Genehmigung von PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler

Zum dritten Teil unserer Reihe “Exklusive Ergebnisse der Feuerwehrstudie

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